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Wagenknecht erfreut über SPD-Votum

Freigeschaltet am 02.12.2019 um 06:47 durch Andre Ott
Sahra Wagenknecht (2017)
Sahra Wagenknecht (2017)

Foto: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Sahra Wagenknecht setzt nach dem Mitgliederentscheid für eine neue SPD-Führung auf eine Stärkung des linken politischen Lagers. "Ich habe mich gefreut, denn das Ergebnis zeigt, dass noch Leben in der SPD ist und die Mitglieder nicht mehr zuschauen wollen, wie ihre Partei durch Profillosigkeit und eine falsche Politik immer größere Teile ihrer Wählerschaft vergrault", sagte die Linken-Politikerin der "Welt.

"Die Linke wurde gegründet, weil die SPD mit Gerhard Schröder begonnen hat, Politik gegen ihre eigenen Wähler zu machen, und Millionen normale Arbeitnehmer und Rentner keine politische Stimme mehr hatten." Aber auch die Linke habe in den vergangenen Jahren Teile ihrer Wählerschaft verloren. "Wir brauchen daher in beiden Parteien eine Rückbesinnung auf die Aufgabe linker Politik: sich um eine Gesellschaft zu kümmern, in der das alte Wohlstandsversprechen wieder eingelöst wird und die Wirtschaft nicht der kurzfristigen Renditemacherei sondern dem Wohle der Allgemeinheit dient", so Wagenknecht.

"Ein starkes linkes Lager mit einem solchen Profil wäre wünschenswert." Die Grünen seien hingegen heute "die Partei akademisch gebildeter Besserverdiener, die in den Großstädten leben, überwiegend in qualifizierten Dienstleistungsberufen arbeiten und zu den Gewinnern der Globalisierung gehören". Die Interessen dieser sozialen Schicht seien ganz andere als die eines Beschäftigten in einem Automobi lzulieferer, der Angst haben müsse, dass mit seinem Unternehmen vielleicht der letzte gutzahlende Arbeitgeber in seiner Region verschwindet. Auch die vielen Menschen im Niedriglohnsektor würden von den Grünen nicht vertreten. "Für diese Menschen sollten linke und sozialdemokratische Parteien sich einsetzen. Wenn die SPD das wieder tut, haben wir sehr viel gemeinsam", sagte Wagenknecht.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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