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Absage wegen AfD: NRW-Schulministerin kritisiert Berliner Waldorfschule

Archivmeldung vom 21.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Yvonne Gebauer (2017)
Yvonne Gebauer (2017)

Foto: Magubosc
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat heftige Kritik an der Berliner Waldorfschule geübt, die das Kind eines AfD-Funktionärs abgelehnt hat. "Schulgesetzlich ist der Fall wohl eindeutig geregelt. Meine persönliche Meinung aber ist: Es geht nicht, ein Kind wegen des Verhaltens der Eltern durch die Schule zu bestrafen", sagte Gebauer der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Die Schule füge dem Kind auf diese Weise einen Schaden zu, obwohl sie die Eltern habe treffen wollen, sagte Gebauer: "Ich persönlich finde es befremdlich, dass das politische Engagement des Vaters der Grund für eine Ablehnung ist." Der Fall liege auch anders als etwa bei Losverfahren an weiterführenden Schulen, wenn es mehr Bewerber als Plätze gebe und die Schule ebenfalls Kinder ablehnen müsse. Gebauer kritisierte zugleich die Kommunikation der zuständigen Stellen: "Ich empfinde es als verantwortungslos, dass eine solche Entscheidung mit dieser Begründung egal von wem öffentlich bekannt gegeben wurde und nun von der ganzen Republik auf dem Rücken des Kindes debattiert wird."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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