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Roth kritisiert AfD-Chef für Äußerung über Zuwanderer

Archivmeldung vom 13.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Claudia Roth 2007 in Göttingen Bild: Stepan / de.wikipedia.org
Claudia Roth 2007 in Göttingen Bild: Stepan / de.wikipedia.org

Grünen-Chefin Claudia Roth hat den Sprecher der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, wegen dessen Äußerungen über Zuwanderer angegriffen. "Es ist widerlich, wenn Bernd Lucke Zuwanderer als Bodensatz der Gesellschaft bezeichnet. Das ist NPD-Sprech und zeigt, dass die AfD nicht nur rechtsaußen um Stimmen wirbt, sondern auch eine Rechtsaußen-Partei ist", sagte Roth der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagsausgabe).

Zuvor hatte die SZ über Aussagen Luckes bei einer Wahlkampfveranstaltung berichtet. Dort hatte er gesagt, dass es Menschen gebe, die ohne Sprachkenntnisse und ohne Bildung nach Deutschland kämen und dann "eine Art sozialen Bodensatz" bildeten - "einen Bodensatz, der lebenslang in unseren Sozialsystemen verharrt".

Merkel sieht gute Argumente gegen AfD

In der Konkurrenz mit den Euro-Skeptikern von der Alternative für Deutschland (AfD) hat die CDU nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel sehr gute Argumente. Merkel sagte der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, "wir argumentieren für den Euro und ich spüre, dass wir die allermeisten Menschen damit auch überzeugen können".

Die Krise sei nicht vorbei, "aber es ist doch wieder Vertrauen entstanden". Beim letzten G-20-Gipfel sei die Euro-Krise zum ersten Mal nicht mehr das Top-Thema gewesen. Seit 2008 erlebe man gleichwohl "erhebliche Erschütterungen der Wirtschaftsordnung".

Im Vergleich zu heute seien 2005 und 2006 "geradezu ruhige Jahre gewesen". Damals habe sie sich vorgenommen, dass Deutschland aus der Finanzkrise stärker herauskomme, als es hineingegangen sei. "Kaum war das gelungen, kam mit der Euro-Schuldenkrise schön die nächste Aufgabe", erinnerte die Kanzlerin. "Das Urteil, wie bedeutend die Herausforderungen der Jahre jetzt sind, überlasse ich den Historikern", fügte sie hinzu. Ihre Aufgabe sei es, dazu beizutragen, "dass Europa ein Kontinent des Wohlstands und des Friedens bleibt".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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