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Anti-Automobil-Industrie-Kampagne: Bundesregierung: Autoabgase begünstigen Allergien

Archivmeldung vom 25.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Logo der Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland
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Die Bundesregierung geht von einem Zusammenhang zwischen steigenden Stickoxid-Konzentrationen und der Zunahme allergischer Beschwerden aus. "Verschiedene wissenschaftliche Studien weisen auf eine mögliche Zunahme der Allergenität von Pollen durch Stickstoffdioxid hin", heißt es in der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Bettina Hoffmann, über die das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" berichtet.

"Auch deuten mehrere Studien auf einen statistischen Zusammenhang zwischen steigender Stickstoffdioxid-Konzentration und der Zunahme allergischer Beschwerden hin", teilte das Ministerium weiter mit. "Seit Jahren liegt die Konzentration von Stickoxiden in vielen deutschen Städten über den gesetzlichen Grenzwerten. Schuld daran sind hauptsächlich die Diesel-Autos", sagte Hoffmann dem RND. "Unter stickiger Luft leiden viele Menschen - besonders leiden die Millionen von Menschen, die sowieso schon durch Allergien geplagt sind." Den Zahlen der Bundesregierung zufolge leiden in Deutschland 7,7 Millionen Erwachsene und mehr als eine Million Kinder an Heuschnupfen. An Asthma sind 3,2 Millionen Erwachsene und rund eine halbe Million Kinder erkrankt – wobei Kinder aus wohlhabenden Familien seltener betroffen sind. "Für Asthma sind die niedrigsten Prävalenzen bei Kindern und Jugendlichen aus Familien mit dem höchsten Sozialstatus zu verzeichnen", heißt es in der Antwort des Ministeriums. Die jährlichen Krankheitskosten von Asthma betragen demnach 1,9 Milliarden Euro.

"Die Bundesregierung kommt ihrer Verantwortung nicht nach, die Gesundheit von besonders sensiblen Menschen zu schützen", so Hoffmann. Sie warf der Bundesregierung zudem vor, keine Maßnahmen für eine bessere Luft zu ergreifen. "Wir brauchen die Nachrüstung von dreckigen Diesel-Autos und die Förderung von Fahrrad, öffentlichem Personennahverkehr und E-Mobilität", forderte die Grünen-Politikerin. In Deutschland ist der Ausstoß an Stickoxiden seit Jahren rückläufig. An verkehrsnahen Messstationen in Innenstädten liegen die jährlichen Mittelwerte allerdings oft über dem erlaubten EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffoxid pro Kubikmeter Luft.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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