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Sabrina Olsson fordert neue Nationalökonomie

Archivmeldung vom 26.10.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.10.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Sabrina Olsson Bundesvorsitzende von Aufbruch 21 - Die Freiheitlichen Bild: Aufbruch 21 - Die Freiheitlichen
Sabrina Olsson Bundesvorsitzende von Aufbruch 21 - Die Freiheitlichen Bild: Aufbruch 21 - Die Freiheitlichen

Mit gemischten Gefühlen sieht Sabrina Olsson, Bundesvorsitzende von Aufbruch 21 - Die Freiheitlichen, dem Arbeitsprogramm der neuen Bundesregierung entgegen. Zwar wolle man abwarten, wie sich die Regierung in den kommenden Wochen tatsächlich etabliere, auch werde man Personalentscheidungen generell nicht kommentieren, "doch haben wir nicht das Gefühl", so Olsson, "dass hier der tiefgreifende Ansatz für eine neue Nationalökonomie gefunden wird".

Tatsächlich entwickelt sich die Gesellschaft in ihren Chancen, Einkommen und Vermögenswerten immer weiter auseinander. Es ist festzustellen, dass unsere Volkswirtschaft weiter und weiter von großen Lobby- und Industriegruppen beeinflusst wird. "Oder wann glauben Sie", fragt Sabrina Olsson, "hat sich Angela Merkel zuletzt mit Gastronomen, Handwerkern, Bauern und Kleinunternehmern intensiv über die Entwicklung unserer Volkswirtschaft beraten, wie sie das doch mit einflussreichen Managern und Funktionären großer Unternehmen und einflusstarker Verbände so gerne tut?"

Wir als Freiheitliche stehen der Utopie des Sozialismus vehement entgegen. Wer aber die Augen davor verschließt, dass immer tiefgreifendere soziale Spannungen in Deutschland entstehen, trägt selbst Mitschuld an Wahlerfolgen linker Phantasten.

Aufbruch 21 - Die Freiheitlichen fordern einen neue Nationalökomie. Dabei soll auf den Grundfesten der sozialen Marktwirtschaft eine möglichst breite Wirtschaftsdynamik entfacht werden, die aber auch allen Bürgern zugute kommen soll. Wir brauchen einen auch ökonomischen Verfassungspatriotismus, der uns mit einem starken WIR-Gefühl miteinander verbunden macht. WIR müssen stolz darauf sein, für uns, aber auch füreinander etwas zu schaffen und einander zu sorgen.

Wenn Meinungsmacher einen künstlichen Reformdruck gegen uns aufbauen, dass wir in einer "Basarökonomie" lebten, die uns nur noch im globalen Wettbewerb bestehen lässt, wenn wir Löhne einfrieren oder gar kürzen, dann macht man uns etwas vor! Tatsächlich geschieht zwar tagtäglich eine Arbeitsplatzverlagerung ins Ausland. Doch unter dem Strich fährt unsere äußerst wettbewerbsfährige Volkswirtschaft gut damit, denn die internationale Arbeitsteilung bei der Schaffung von Gütern und Dienstleistungen beschert uns satte Handelsbilanzüberschüsse. Diese erzielen wir, weil wir mehr exportieren als importieren. Unsere Leitsungsbilanz wächst. Im Jahr 2008 waren es 164,9 Milliarden EURO, 2007 sogar 191,3 Mrd. EURO und in 2006 waren es 150,9 Mrd. EURO. Doch Vermögenswerte werden aufgebaut, aber nur ungerecht verteilt. Warum kommen diese Gewinne unserer Nationalökonomie nicht bei allen an? Denn anstatt die breite Masse unserer Volkswirtschaft bei solchen Zugewinnen mitzunehmen, kommen solche Vermögen nur bei den großen Exportgewinnern an. Man kann sogar davon sprechen, dass wir zu Lasten unseres Binnenwohlstands exorbitante Exportgewinne subventionieren.

Wir wollen gerade die Schaffer und Leistungsträger, und nicht mehr die Funktionäre, für unsere neue Nationalökonomie gewinnen! Dazu wird sich Aufbruch 21 - Die Freiheitlichen auch federführend an einer Initiative beteiligen, die sich für die Abschaffung der IHK-Zwangmitgliedschaften einsetzt.

Freiheitlich bedeutet, jedem seine Freiheiten zu lassen und niemanden dazu zu zwingen eine Party mitzubezahlen, die er gar nicht bestellt hat!

Quelle: Aufbruch 21 - Die Freiheitlichen

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