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Griechenland-Hilfe belastet Bundeshaushalt mit mehreren Milliarden Euro

Archivmeldung vom 08.12.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.12.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Dr. Wolfgang Schäuble Bild: Armin Kübelbeck / wikipedia.org
Dr. Wolfgang Schäuble Bild: Armin Kübelbeck / wikipedia.org

Die neuen Hilfsmaßnahmen für Griechenland werden den Bundeshaushalt in den nächsten Jahren mit mehreren Milliarden Euro belasten. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte "Bild am Sonntag": "Wir hatten bislang Zinseinnahmen aus Griechenland. Und wir würden EZB-Gewinne aus deren früheren Programm zum Ankauf von - auch griechischen - Staatsanleihen haben. Diese Gewinne werden laut EZB bis in das Jahr 2035 insgesamt circa zehn Milliarden Euro betragen, das bedeutet für Deutschland insgesamt circa 2,7 Milliarden weniger. Und die Zinserträge, die bei der KfW wegfallen, machen circa 130 Millionen pro Jahr aus."

Die Gesamtkosten für die Griechenland-Hilfe seien noch unklar, so der Minister weiter: "Wie viel das insgesamt kostet, kann ich noch nicht abschließend beurteilen." Man müsse im Fall Griechenland "auf Sicht fahren", so Schäuble, "weil man die künftige Entwicklung nicht genau vorher sagen kann und weil wir den Druck auf Griechenland für weitreichende Veränderungen aufrechterhalten wollen. Deshalb geben wir die Hilfen nur Zug um Zug frei."

Zugleich verteidigte Schäuble die Hilfsmaßnahmen gegen Kritik: "Die Vorteile, die wir aus der Währungsunion ziehen, sind viel größer als alle Hilfen uns kosten. Auch deshalb sind wir gut beraten, diese Währungsunion zu stützen. Bisher ganz erfolgreich."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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