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AfD wollte Bericht zum Limburger Axt-Mord, die anderen Fraktionen lehnten ab

Archivmeldung vom 31.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Uwe Junge (2019)
Uwe Junge (2019)

Bild: AfD Deutschland

Der AfD-Fraktionsvorsitzende und innenpolitische Sprecher im Landtag Rheinland-Pfalz, Uwe Junge, findet es skandalös, dass ein Berichtsantrag der AfD zur Aufklärung des jüngsten Gewaltverbrechens in Limburg aus offensichtlich parteitaktischen Gründen abgelehnt wurde.

„Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, dass die für den Tod der jungen Mutter ausschlaggebenden Informationen aus einem Sicherheitsleck in einer rheinland-pfälzischen Behörde stammten, liegt die Aufklärung der Hintergründe im Interesse aller Bürger. Wenn höchstpersönliche, sensible Daten bei unseren Behörden nicht vor Missbrauch geschützt sind, herrscht dringender Handlungsbedarf!“, begründete Junge den kurzfristig gestellten Antrag der AfD.

Zum zweiten Mal im Oktober 2019 war die hessische Stadt Limburg zum Tatort eines Gewaltverbrechens geworden, als ein 34-jähriger Deutscher tunesischer Abstammung seine 31-jährige Ehefrau mit einem Auto überfuhr und anschließend mit einer Axt auf sie einschlug. Medienberichten zufolge soll der Tatverdächtige Hinweise über den Aufenthaltsort seiner Frau von einer rheinland-pfälzischen Behörde erhalten haben.

Aufgrund der Brisanz dieser Behauptung war seitens der AfD-Fraktion am 28. Oktober ein entsprechender Berichtsantrag für den am 31.10. zusammenkommenden Innenausschuss gestellt worden, um möglichst schnell Licht ins Dunkel dieser Angelegenheit zu bringen. Der Antrag, der aus der Aktualität des Anlasses heraus nur verfristet eingereicht werden konnte, wurde nicht für den Ausschuss zugelassen, da das Einvernehmen mit den übrigen Fraktionen nicht hergestellt werden konnte.

Angesichts der Verweigerungshaltung der anderen Landtagsfraktionen stellt Junge fest: „Es ist erschütternd, dass sich eine oder gar mehrere Fraktionen des Landtags weigern, das Einvernehmen zur Zulassung des Berichtsantrages in so einem wichtigen Fall herzustellen. Wie groß muss die Verzweiflung der anderen Parteien sein, dass sie die AfD bei jeder sich bietenden Gelegenheit blockieren, selbst dann und gerade, wenn es um Aufklärungsarbeit zugunsten und im Interesse der Allgemeinheit geht?“

Quelle: AfD Deutschland

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