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Schiedskommission: SPD darf Sarrazin aus Partei ausschließen

Archivmeldung vom 11.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Thilo Sarrazin (2014), Archivbild
Thilo Sarrazin (2014), Archivbild

Lizenz: CC0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Ein Ausschluss des umstrittenen islamkritischen Buchautors Thilo Sarrazin aus der SPD ist wahrscheinlicher geworden. Die Schiedskommission des SPD-Kreisverbands Charlottenburg-Wilmersdorf, wo ein Ordnungsverfahren gegen Sarrazin läuft, habe entschieden, dass ein Parteiausschluss möglich sei, berichtet die "Bild" am Donnerstagvormittag auf ihrer Internetseite.

Das Urteil wurde demnach am Donnerstagmorgen sowohl der Bundes-SPD als auch Sarrazin zugestellt. Ein Einspruch gegen das Urteil sei möglich, schreibt die Zeitung weiter.

Sarrazin hatte in der Vergangenheit immer wieder deutlich gemacht, dass er juristisch gegen einen Parteiausschluss vorgehen würde. Das aktuelle Parteiordnungsverfahren ist bereits das dritte gegen Sarrazin. Es war im Dezember 2018 eingeleitet worden.

Klingbeil sieht sich durch Sarrazin-Entscheidung bestätigt

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat die Entscheidung der Schiedskommission des SPD-Kreisverbands Charlottenburg-Wilmersdorf begrüßt, den umstrittenen islamkritischen Buchautor Thilo Sarrazin aus der SPD auszuschließen. "Wir sehen uns in unserer klaren Haltung bestätigt", schrieb Klingbeil am Donnerstagvormittag bei Twitter. Sarrazin habe mit seinen Äußerungen gegen die Grundsätze der Partei verstoßen und ihr Schaden zugefügt. "Rassistische Gedanken haben in der SPD keinen Platz", fügte Klingbeil hinzu.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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