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Altmaier: Flüchtlinge konkurrieren nicht um Arbeitsplätze

Archivmeldung vom 16.04.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.04.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Peter Altmaier Bild: Oliver Simon, on Flickr CC BY-SA 2.0
Peter Altmaier Bild: Oliver Simon, on Flickr CC BY-SA 2.0

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist der Auffassung, dass Flüchtlinge in Deutschland nicht mit Einheimischen um Arbeitsplätze konkurrieren, sondern stattdessen für die Entstehung zusätzlicher Jobs sorgen. Wenn durch Flüchtlinge "mehr offene Stellen besetzt werden, entstehen sogar neue Arbeitsplätze, weil unsere Wirtschaft dann noch stärker wächst", zeigte sich Altmaier in der "Bild" überzeugt. So funktioniere die Marktwirtschaft.

Altmaier betonte: "Über 250.000 Flüchtlinge haben schon Arbeit gefunden. 25.000 Asylbewerber haben eine Berufsausbildung begonnen. 23.000 weitere werden im Herbst eine Ausbildung beginnen." Altmaiers Überzeugung ist: "Am Ende wird eine große Mehrheit der Flüchtlinge zwischen 20 und 60 Jahren einen festen Job haben. Ohne, dass dadurch Andere verdrängt werden." Altmaier sagte, er selbst "habe dafür gekämpft, Vollbeschäftigung als Ziel und Aufgabe in den Koalitionsvertrag zu schreiben, weil Vollbeschäftigung der Schlüssel zu Wohlstand und sozialer Gerechtigkeit ist". Das bedeute weniger als drei Prozent Arbeitslosigkeit "und damit die Chance für Jeden auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz". Altmaier fügte an: "Dazu brauchen wir weiterhin jedes Jahr mindestens 500.000 neue Jobs pro Jahr in Deutschland - nicht nur für Akademiker."

Damit meine er etwa "Postfahrer, deren Jobs wegfallen, weil irgendwann autonom fahrende Autos die Briefkästen leeren und Post austragen" und "Kassiererinnen, wenn immer mehr Kassen vollautomatisch funktionieren". Altmaier kündigte an: "Ihnen müssen und werden wir neue Beschäftigung bieten." Schließlich gebe es auch "künftig in Deutschland genug Arbeit, die wertvoll und wichtig ist, für die man eine solide Ausbildung, aber weder Abi noch Studium braucht". Altmaier nannte beispielhaft den Pflegesektor, Sozialarbeiter oder "Menschen, die sich um Kulturarbeit kümmern". "Auch von den derzeit rund 900.000 Langzeitarbeitslosen in Deutschland kann mindestens die Hälfte in Lohn und Arbeit kommen." Altmaier bezeichnete die soziale Marktwirtschaft in dem Interview als "Leitkultur und Erfolgsmodell in Deutschland": "Arbeit und Aufstieg gehören zu dieser Leitkultur. Und wer zehn neue Jobs als Unternehmer schafft, ist kein Kapitalist, sondern einer, der sich um unser Land und seinen Zusammenhalt verdient macht. Ich will deshalb, dass sich wieder mehr Menschen selbständig machen und dass man ihre Leistung stärker anerkennt."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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