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Klöckner will neuen Dialog über die Landwirtschaft

Archivmeldung vom 02.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Julia Klöckner (2017)
Julia Klöckner (2017)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) macht sich für einen neuen Dialog zwischen Verbrauchern und Landwirtschaft stark. In einem Gastbeitrag für die "Saarbrücker Zeitung" schrieb Klöckner, zu oft rutsche die Debatte über die richtige Ernährung und Landwirtschaft ab in ein Schwarz-Weiß-Denken, in Schlagworte und in Schuldzuweisungen.

Was fehle, sei ein echter, ein ehrlicher, ergebnisoffener Dialog. "Nicht romantisches Bullerbü-Denken, sondern Fakten, Modernität und Realität sind gefragt", so Klöckner. Die Ministerin beklagte, es sei von Ackergiften und Agrarfabriken die Rede - "ohne zu wissen, was denn genau gemeint ist". Gleichzeitig wollten die Verbraucher aber unbehelligt bleiben: "Fleisch von Tieren, die nie geschlachtet wurden, Obst und Gemüse ohne Pflanzenschutzmittel. Aber den Salatkopf mit Schädlingen will keiner."

Die Landwirtschaft sei aber immer auch ein Produkt dessen, was von den Verbrauchern nachgefragt werde, betonte Klöckner. "Gerade deshalb brauchen wir ein ideologiefreies, unvoreingenommenes Miteinander - Zuhören, Lernen, Wertschätzen. Zielkonflikte müssen wir wieder stärker benennen und gemeinsam lösen." Klöckner lädt an diesem Mittwoch zu einer Nachhaltigkeitskonferenz ein, bei der es um Strategien für eine nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung gehen soll.

Quelle: Saarbrücker Zeitung (ots)

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