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Tarek Al-Wazir: Grüne werden keine neue Volkspartei

Archivmeldung vom 18.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bündnis 90 / Die Grünen Flagge
Bündnis 90 / Die Grünen Flagge

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Spitzenkandidat der hessischen Grünen Tarek Al-Wazir glaubt nicht, dass die Grünen die neue Volkspartei werden können. "Wir können solche Höhen wie derzeit nur erreichen, weil es die Volksparteien in der alten Form so nicht mehr gibt", sagte Al-Wazir der "Frankfurter Allgemeinen Woche". Die alten Klassen- und Konfessionsgrenzen spielten in dieser Gesellschaft keine große Rolle mehr, und deshalb gehe auch die Zeit der alten Volksparteien zu Ende.

"Deswegen können die Grünen auch keine neue Volkspartei werden", so der Grünen-Politiker. "Es ist nicht normal, dass wir in bundesweiten Umfragen auf dem zweiten Platz sind", so Al-Wazir. Das habe mit der besonderen Schwäche der CSU, der CDU und vor allem der SPD zu tun. "Man kann aber nicht davon ausgehen, dass das immer so bleibt", sagte der Spitzenkandidat der hessischen Grünen. Würde er nur parteipolitisch denken, könnte er sich total freuen, dass die große Koalition so eine miserable Performance habe. "Aber mir macht es Sorgen. Eigentlich müsste die Reaktion der Bundesregierung auf die Präsenz der AfD im Bundestag sein, dass man eben nicht um sich selbst kreist", so der Grünen-Politiker. Aber genau an diesem Punkt versage die Große Koalition. Den Erfolg der Grünen erklärte Al-Wazir damit, dass die Grünen in ihrer Haltung klar geblieben seien: "Alle anderen haben sich von der AfD verrückt machen lassen. Wenn Sie so wollen, sind wir die unpopulistischste aller Parteien", so Al-Wazir.

Und es gebe viele Leute, die absolut genervt seien von einer Politik, die sich nicht an der Sache orientiere, sondern rein auf Stimmungen setzte. Dazu, dass es laut Umfragen für eine Fortsetzung von Schwarz-Grün in Hessen nicht reichen könnte, sagte Al-Wazir: "Die CDU in Hessen hat das Problem, dass sie von diesem GroKo-Strudel miterfasst wird." Umfragen seien aber nur Umfragen, am Ende könne alles ganz anders aussehen. "Für uns Grüne gilt: Wir setzen auf eigene Stärke, aber natürlich muss man aus Stimmungen auch Stimmen machen", so der Grünen-Politiker. Laut der jüngsten Umfrage liegen die Grünen in Hessen bei 22 Prozent und wären damit zweitstärkste Kraft. Die CDU käme nur noch auf 26 Prozent, die SPD auf 20 Prozent.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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