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Verdi-Chef Bsirske: "Befristungswahnsinn" ein Ende setzen

Archivmeldung vom 02.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Frank Bsirske Bild: ilmDitsch, on Flickr CC BY-SA 2.0
Frank Bsirske Bild: ilmDitsch, on Flickr CC BY-SA 2.0

Verdi-Chef Frank Bsirske hat von Union und SPD im Endspurt der GroKo-Verhandlungen eine Lösung beim großen Streitthema Befristungen gefordert. "Die Union hat in ihrem Wahlprogramm selbst Maßnahmen gegen den Missbrauch von Befristungen angekündigt", sagte Bsirske dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" . "Beide Seiten sollten in der Lage sein, eine vernünftige Lösung miteinander zu vereinbaren und dem Befristungswahnsinn ein Ende zu setzen. Das ist im Interesse von Hunderttausenden Arbeitnehmern in Deutschland."

Bsirske sagte, die Möglichkeit, ohne Sachgrund zu befristen, sei sowohl im Öffentlichen Dienst als auch in der freien Wirtschaft "ein Einfallstor für Missbrauch". Befristungen würden für massenhafte Entsicherung von Arbeitsverhältnissen sorgen: "Das trifft vor allem junge Beschäftigte, die in einem Alter sind, in dem es auch um Familienplanung geht. Da bleibt Planbarkeit auf der Strecke." Dass Befristungen mit Sachgrund manchmal sinnvoll sein könnten, stelle er nicht in Abrede, zum Beispiel bei Vertretungen für Langzeiterkrankte, so der Verdi-Vorsitzende weiter. "Das Problem sind Verträge, die ohne erkennbaren Grund befristet sind. Hier geht es um gezielte Ausweitung von Probezeiten, um Kettenverträge und ein Unterlaufen des Kündigungsschutzes", sagte Bsirske.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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