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Warnung vor langen Stromausfällen

Archivmeldung vom 22.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Egal wie eilig man es hat, die Windschutzscheibe muss eis- und schneefrei sein. Ein kleines Guckloch reicht nicht. Bild: HUK-COBURG
Egal wie eilig man es hat, die Windschutzscheibe muss eis- und schneefrei sein. Ein kleines Guckloch reicht nicht. Bild: HUK-COBURG

Auch heute, 15 Jahre nach dem Münsterländer Schneechaos, das zu tagelangen Stromausfällen führte, könnte der Katastrophenschutz nicht angemessen auf einen langen, großflächigen Stromausfall in Deutschland reagieren. Im ARD-Mittagsmagazin bezeichnete Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, ein solches Blackout als "die zentrale Herausforderung für unsere hochtechnisierte Gesellschaft". Der Katastrophenschutz würde einen breitflächigen Stromausfall, der über eine Woche dauere, "nicht im Griff behalten", so Unger.

Zwar könne sich die Situation im Münsterland nicht in der Form wiederholen, weil man morsche Strommasten ausgebessert habe, aber man müsse sich "auf alle Gefahrenlagen vorbereiten." Dabei spielten wie im Münsterland nicht nur extreme Wetterbedingungen eine Rolle, sondern auch "Cyberattacken wie im ukrainischen Stromnetz." Allerdings sei das deutsche Stromnetz im internationalen Vergleich relativ sicher.

Dennoch fordert Christoph Unger im Gespräch mit dem ARD-Mittagsmagazin am Donnerstag eine größere "mediale Unterstützung durch die Politik", damit Menschen für längere Stromausfälle sensibilisiert werden.

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (ots)

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