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Kofler: Urlauber sollen Kenntnis von Menschenrechtslage im Gastland haben

Archivmeldung vom 21.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bärbel Kofler (2019)
Bärbel Kofler (2019)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler (SPD), appelliert an die Bundesbürger, sich bei der Planung einer Urlaubsreise über die Einhaltung von Menschenrechten im Gastland zu informieren. "Wer einen Urlaub bucht, sollte sich über die Menschenrechtslage vor Ort erkundigen.

Schon aus Selbstschutz: In einigen Ländern kann es passieren, dass man zur Polizei geht, um eine Vergewaltigung anzuzeigen - und plötzlich selbst des Straftatbestands einer außerehelichen Beziehung bezichtigt wird", sagte Kofler den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Verantwortungsbewusstes Reisen beinhalte ein Interesse an der Lage im Urlaubsland. "Urlaub soll der Entspannung dienen - ich halte es aber für angebracht, sich zu fragen, wie es um die Arbeits- und Lebensbedingungen des Kellners oder des Zimmermädchens steht und ob das im Einklang mit unserem Verständnis von menschenwürdiger Arbeit steht", so die Menschenrechtsbeauftragte weiter.

Sie sieht jedoch auch Tourismusunternehmen in der Verantwortung. "Tourismusunternehmen müssen ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht gerecht werden und dies dokumentieren. Wie gehen sie mit Angestellten und Zulieferern um, wie mit den Landbesitzern, auf deren Grund Hotels gebaut werden sollen?", so Kofler. Die SPD-Politikerin forderte ein Lieferkettengesetz, das Reiseunternehmen zur Transparenz im Umgang mit Beschäftigten und Zulieferern verpflichten würde.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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