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Bundesregierung will zwei Frauen für Sachverständigenrat berufen

Archivmeldung vom 25.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Barbara Eckholdt / pixelio.de
Bild: Barbara Eckholdt / pixelio.de

Die Bundesregierung will die beiden offenen Stellen im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit zwei Ökonominnen besetzen. "Genügend geeignete Kandidatinnen gibt es", sagte ein Regierungsvertreter dem "Handelsblatt".

Ein anderer verwies auf das "Bundesgremienbesetzungsgesetz", nach dem Bundesgremien möglichst paritätisch besetzt sein sollen. Demnach müssten zwei der fünf sogenannten Wirtschaftsweisen Frauen sein. Bislang war Isabel Schnabel die einzige Frau in dem Gremium, das die Bundesregierung in Wirtschaftsfragen berät. Nach ihrem Wechsel ins Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) werden nun in kürzester Zeit zwei Stellen im Sachverständigenrat frei, da Ende Februar 2020 auch die Amtszeit des derzeitigen Vorsitzenden Christoph M. Schmidt endet. In der Bundesregierung beschäftigt man sich bereits seit einiger Zeit mit der Besetzung der Stellen.

Gute Chancen solle die Wirtschaftsprofessorin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Nicola Fuchs-Schündeln, haben, die gerade in den neu gegründeten deutsch-französischen Expertenrat für Wirtschaft berufen worden sei, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eigene Informationen. Ebenfalls hoch gehandelt würden Regina Riphahn von der Universität Erlangen-Nürnberg und Christina Gathmann von der Universität Heidelberg. Auch Michèle Tertilt, Monika Schnitzer sowie Dalia Marin würden genannt. Wolle die Bundesregierung eine Klimaökonomin berufen, werde die DIW-Ökonomin Claudia Kempfert als Kandidatin genannt, berichtet die Zeitung weiter. Sollte die Bundesregierung etwa wegen Absagen nur eine Frau berufen, gälten DIW-Chef Marcel Fratzscher, der Finanzexperte Jan Krahnen sowie der Industrieökonom Jens Südekum als Kandidaten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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