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Hamburgs Justizsenator fordert zentrale Anlaufstelle für Opfer von Hate Speech

Archivmeldung vom 30.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Ist das NetzDG eine Zensur?
Ist das NetzDG eine Zensur?

Bild: Gettyimmages

Hamburgs Justizsenator Till Steffen will die Rechte der Opfer von Hasskriminalität im Internet stärken. In der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) erklärte der Grünen-Politiker, dass das sogenannte Netzwerkdurchsetzungsgesetz Plattformbetreiber wie Facebook zwar in die Pflicht nehme, schneller gegen Hasskommentare vorzugehen.

Steffen weiter: "Viele Nutzerinnen und Nutzer melden Hasskommentare aber nicht, weil sie ihre Rechte nicht kennen oder nicht wissen, wo genau sie ihre Ansprüche durchsetzen können." Damit blieben die Gesetzesverstöße für die Autoren sogenannter Hate Speech häufig folgenlos. Daher solle auf Bundesebene eine zentrale Beratungsstelle eingerichtet werden, "die Opfer über ihre Rechte informiert und ihnen praktische Hilfe beim Durchsetzen der Ansprüche bietet", so Steffen.

Einen entsprechenden Vorstoß will er auf der anstehenden Justizministerkonferenz in Berlin machen. Ziel sei, die Hemmschwelle zur Anzeige von Delikten zu verringern, so der Innensenator. Zudem sollten Opfer auch Beratung erhalten, wie sie per Zivilklage selbst gegen die Autoren vorgehen können.

Hamburgs Justizsenator Steffen erklärte: "Wir dürfen nicht tolerieren, dass manche Menschen das Internet offenbar als rechtsfreien Raum ansehen." Gesetze müssten auch in den sozialen Netzwerken durchgesetzt werden. Steffen forderte den Bund auf, zudem auch private Initiativen finanziell zu unterstützen, die sich gegen Hass im Netz einsetzen. Zuletzt hatte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) angekündigt, das Netzwerkdurchsetzungsgesetz zu reformieren: Plattformbetreiber sollten Morddrohungen oder Volksverhetzungen nicht nur löschen, sondern auch den Behörden melden.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)


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