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Stadtwerke greifen Verbraucherschutzministerin an

Archivmeldung vom 24.01.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.01.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
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Bild: Lupo / pixelio.de

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hält die Kritik von Bundesverbraucherschutzministerin Steffi Lemke (Grüne) an getrennte Tarife für Bestandskunden und Neuzugänge für leichtfertig und unangemessen. "Sie hat völlig verfehlt diese Praxis der Grundversorger sehr harsch öffentlich abgewatscht", sagte Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

In dem Verband haben sich die kommunalen Stadtwerke zusammengeschlossen, die oft als Grundversorger einspringen, wenn andere Anbieter den Dienst einstellen. Die Verbraucherschützer und die Verbraucherschutzministerin stellen die Grundversorger als Verursacher des Problems dar, sagte Liebing. "Das ist so, als ob man die Feuerwehr dafür kritisiert, wenn der Teppich nass wird, während sie das brennende Haus löscht, der Brandstifter sich aber klammheimlich davonmacht. Andere haben gezockt, aber die Stadtwerke nicht. Die Stadtwerke leisten Hilfe."

Verbraucherschutzministerin Lemke hatte von extremen Aufschlägen gesprochen und "horrende Preiserhöhungen" als nicht gerechtfertigt benannt. "Ich habe für diese Kritik von Frau Lemke überhaupt kein Verständnis", sagte Stadtwerke-Vertreter Leibing. "Auf welcher Basis von Fakten kommt die Ministerin überhaupt zur Einschätzung, dass diese Tarife unangemessen wären? Die Grundversorger müssen gegenüber den Kartellbehörden auf Anforderung ihre Kalkulation offenlegen. Die Kartellämter können das beurteilen, aber doch nicht die Verbraucherschutzministerin", sagte Leibing.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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