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Grünen-Digitalisierungsminister fordert "Sicherheitsgurte" und "Streifenpolizisten" für das Internet

Archivmeldung vom 08.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Andreas Morlok / pixelio.de
Bild: Andreas Morlok / pixelio.de

Schleswig-Holsteins Minister für Digitalisierung, Jan Albrecht (Grüne), fordert angesichts des umfangreichen Datendiebstahls bei Politikern und Prominenten "Sicherheitsgurte" und "Streifenpolizisten" für das Internet.

"Die Informationssicherheit muss klar geregelt, eingerichtet und der Verstoß dagegen sanktioniert werden. Der Sicherheitsgurt im Auto war auch einst umstritten", sagte er der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). Es sei schlecht, dass die Politik bei solchen Skandalen komplett abhängig davon sei, wie schnell und effektiv Twitter und Facebook mit Sperrungen von Accounts und Löschungen sensibler Daten reagierten. Nötig sei ein beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und den Ermittlungsbehörden angesiedeltes eigenes Ermittlungs- und Analysepersonal mit direkten Durchgriffsmöglichkeiten bei Anbietern wie Twitter. Außerdem müssten auch technisch nicht versierte Nutzer in die Lage versetzt werden, Mindeststandards einzuziehen. Die Politik müsse das durchsetzen. "Jeder muss fit gemacht werden, in dieser Welt geschützt zu bestehen. Dazu gehört auch, dass es eine Art Konfliktmanager und Streifenpolizisten im sozialen Netz gibt." In der Anonymität benähmen sich viele Menschen anders als "draußen". Da urinierten sie dem Nachbarn auch nicht in den Vorgarten. Jetzt zeige sich das große Versäumnis der Bundesregierung, dass sie kein eigenes Digitalisierungsministerium gebildet habe. "Die Bundesregierung müsste vorangehen, sie läuft aber nur hinterher."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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