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Wirtschaftsweise Malmendier gegen Ehegatten-Splitting

Archivmeldung vom 28.02.2024

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.02.2024 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Erhobener Zeigefinger, Drohen & Warnen (Symbolbild)
Erhobener Zeigefinger, Drohen & Warnen (Symbolbild)

Bild: A. Reinkober / pixelio.de

Die Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier fordert die Abschaffung des Ehegatten-Splittings. "Wir müssen Anreize geben, dass sich Arbeit lohnt, und etwa das Ehegattensplitting abschaffen", sagte Malmendier der "Rheinischen Post".

"Ohne das Splitting gäbe es mehr Anreize für Frauen, stärker ins Erwerbsleben einzusteigen. Das würde sie auch im Falle einer Scheidung und gegen Altersarmut absichern." Bei Paaren werde häufig eine einfache Rechnung aufgemacht, insbesondere wenn der Zweitverdienende - meist die Frauen - in Teilzeit arbeitet. "Bei einer ungünstigen Wahl der Lohnsteuerklassen sieht der Verdienst dann noch geringer aus und eine Ausweitung der Arbeitszeit würde kaum die Kosten der Kinderbetreuung decken", sagte Malmendier. Das sei aber zu kurz gedacht. "Denn so reduziert sich der Verdienst für den Rest des Erwerbslebens." Zugleich könne die Abschaffung helfen, das Arbeitsvolumen zu erhöhen. 

"In Deutschland wird zu wenig gearbeitet, das Arbeitsvolumen ist zu gering", so Malmendier. Als weitere steuerliche Maßnahme kann sich die Ökonomin die Abschaffung des Soli vorstellen. "Es gibt gute Gründe, den Soli zu streichen - der Aufbau Ost ist weitgehend geschafft, die Steuerlast ist im internationalen Vergleich hoch", sagte Malmendier weiter. "Aber man sollte die Erleichterungen zielgerichteter angehen: Derzeit werden Firmen belohnt, die auf Fremdkapital setzen, und können Zinsen steuerlich geltend machen. Der Staat sollte auch Eigenkapital steuerlich begünstigen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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