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Bundesregierung will umstrittene Erntehelferregelung verlängern und um Bulgaren werben

Archivmeldung vom 29.11.2007

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.11.2007 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Trotz massiver Kritik wird die Bundesregierung die umstrittene Erntehelferregelung für den Einsatz von ost- und mitteleuropäischen Arbeitskräften um zwei weitere Jahre verlängern.

Wie die "Saarbrücker Zeitung" (Freitagausgabe) berichtet, plant die Regierung überdies, verstärkt um bulgarische Erntehelfer zu werben, weil polnische Arbeitskräfte angesichts besserer Entlohnung und ungehindertem Arbeitsmarktzugang zunehmend in anderen EU-Ländern arbeiten.

Laut Zeitung hat sich die so genannten "Monitoring-Gruppe", die im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums die Auswirkungen der Regelungen auf die Landwirtschaft überprüft, auf eine entsprechende Empfehlung geeinigt. Das Bundeskabinett wird am 12. Dezember der vorgeschlagenen Verlängerung zustimmen.

Die seit 2006 geltende Erntehelferregelung sieht vor, dass wegen der hohen Arbeitslosigkeit mindestens zehn Prozent der rund 320.000 mittel- und osteuropäischen Saisonarbeiter, die jährlich bei der Weinlese, der Spargel- oder Obsternte helfen, durch deutsche Arbeitslose ersetzt werden müssen. Die Vorgabe hat laut Bauernverband jedoch zu einem Mangel an Erntehelfern geführt. Die Bundesregierung will deshalb den Landwirten entgegen kommen: In Regionen, deren Arbeitslosenquote 20 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt liegt, soll der Ernteeinsatz ausländischer Saisonarbeitskräfte noch einmal erleichtert werden.

Quelle: Pressemitteilung Saarbrücker Zeitung

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