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Zypries fordert von neuer Bundesregierung Priorität bei Internetausbau

Archivmeldung vom 27.11.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.11.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Netzwerkkabel: Anbieter verstärkt in der Pflicht. Bild: pixelio.de/Tim Reckmann
Netzwerkkabel: Anbieter verstärkt in der Pflicht. Bild: pixelio.de/Tim Reckmann

Die geschäftsführende Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) fordert, den Ausbau von digitaler Infrastruktur zur Priorität einer neuen Bundesregierung zu machen. "Ein schnelles und zuverlässiges Internet ist das A und O für unsere künftige Wettbewerbsfähigkeit", sagte Zypries der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

Das müsse "auf der Prioritätenliste einer neuen Bundesregierung ganz oben stehen", so die SPD-Politikerin. Anlass ihrer Forderung ist das Ende der deutschen G20-Präsidentschaft, die zum Dezember an Argentinien wechselt. Im Rahmen dieser Präsidentschaft hatte Zypries eine Digitalministerkonferenz mit den Vertretern anderer Staaten initiiert, die sich Ziele steckten. "Bis 2025 wollen wir alle Menschen ans Internet anbinden und bis 2020 die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Internetnutzung beseitigen", sagte Zypries. Eine gelungene digitale Transformation bedeute, dass auch alle von ihr profitierten, fügte die Ministerin hinzu. Sie verwies auf zahlreiche Vorhaben anderer Länder, die eine Annäherung an die G20-Ziele gewährleisten sollen. So wolle Indien in ländlichen Räumen 25.000 öffentliche Wlan-Hotspots bereitstellen und Südafrika bis 2020 alle Einwohner mit Breitband versorgen. "Die digitale Transformation Deutschlands muss mit mehr Nachdruck vorangetrieben werden", sagte Zypries.

Kontext:

Das Ziel bis 2025 weltweit allen Menschen mit Zugang zum Internet zu ermöglichen, gilt als ambitioniert. Bis Dezember 2016 waren lediglich rund 47 Prozent der Weltbevölkerung online. Jüngste Entwicklungen deuten auf eine zunehmende Diskriminierung hin: Demnach ist der Anteil der Frauen ohne Internetanschluss in den vergangenen drei Jahren weiter angestiegen. Weltweit sind heute 250 Millionen Frauen weniger online als Männer, bis 2020 könnten weitere 100 Millionen dazu kommen.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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