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Forsa: AfD und Linke je einen Prozentpunkt rauf, Grüne einen Prozentpunkt runter

Archivmeldung vom 14.09.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.09.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Tim Reckmann / pixelio.de
Bild: Tim Reckmann / pixelio.de

Im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer bleiben die Werte für die Unionsparteien, die SPD und die FDP unverändert. Linke und AfD verbessern sich gegenüber der Vorwoche um je einen Prozentpunkt, Grüne und sonstige kleinere Parteien verlieren je einen Prozentpunkt.

Die Grünen liegen jetzt fünf Prozentpunkte hinter der CDU/CSU und sieben Prozentpunkte vor der SPD. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossen ist mit 21 Prozent etwas höher als in den Vorwochen, aber immer noch niedriger als der Anteil der Nichtwähler bei der letzten Bundestagswahl.

Wenn jetzt der Bundestag neu gewählt würde, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 27 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), SPD 15 Prozent (20,5%), FDP 8 Prozent (10,7%), Grüne 22 Prozent (8,9%), Linke 7 Prozent (9,2%), AfD 14 Prozent (12,6%). 7 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). 21 Prozent aller Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen (Nichtwähler 2017: 23,8%).

AfD-Anhänger bezeichnen sich selbst als rechts Ist die AfD eine bürgerliche Partei? Das RTL/n-tv-Trendbarometer belegt, dass die "Alternative für Deutschland" in breiten Bevölkerungsschichten keine Verankerung hat. Ein Drittel der AfD-Anhänger (33%) kommt aus den ostdeutschen Bundesländern. Die AfD-Anhänger sind überwiegend Männer (69%), sind zumeist ohne konfessionelle Bindung (60%), haben extrem pessimistische Wirtschaftserwartungen (78%) und trauen zu 84 Prozent keiner Partei zu, mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden. AfD-Anhänger verorten sich selbst politisch weit rechts (mit einem Wert von 6,4 auf einer Skala von 0 = links bis 10 = rechts). Zum Vergleich: Der Durchschnitt aller Wahlberechtigten sieht sich selbst leicht links von der Mitte (bei 4,6), Unions-Anhänger verorten sich bei einem Wert von 5,3.

forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: "Seit den beiden Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen reden Politiker und Kommentatoren unentwegt vom Aufstieg der AfD, obwohl die Partei bei allen Wahlen seit der Bundestagswahl 2017 (fünf Landtagswahlen, die Europawahl und Kommunalwahlen) Stimmen verloren hat. Allein bei den fünf Landtagswahlen in Bayern, Hessen, Bremen, Brandenburg und Sachsen sank die Zahl der AfD-Wähler von 2.319.000 bei der Bundestagswahl um 334.000 auf insgesamt 1.984.000. Der momentane leichte Umfrage-Anstieg der AfD dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die Partei ständig größer dargestellt wird als sie tatsächlich ist."

Datenbasis: Die Daten zur Parteipräferenz wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa vom 9.9. - 13.9. 2019 im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 2.503 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

Quelle: Mediengruppe RTL Deutschland (ots)


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