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Grünen-Bundesgeschäftsführer: Lockdown war "notwendig"

Archivmeldung vom 16.12.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.12.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Michael Kellner (2018)
Michael Kellner (2018)

Bild: Screenshot Youtube Video: "Parteitag Die Grünen: Eröffnungsrede Michael Kellner und Saalinterviews am 09.11.18" / Eigenes Werk

Der Politische Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, hat sich schockiert über die hohe Zahl der Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gezeigt. "Das wird ja ein furchtbares Weihnachtsfest mit den Zahlen, die ein Nachlauf der letzten Wochen sind und weiter ansteigen", sagte er in der Sendung "Frühstart" von RTL und n-tv.

Den ab Mittwoch geltenden Lockdown bezeichnete er als "notwendig". Hoffnung auf Lockerungen könne man nur haben, wenn "wir wirklich eine stille Nacht erleben, ein stilles Weihnachten", so Kellner. Er forderte zudem die Bundesregierung auf, in einer "Kraftanstrengung" Schulen und Kitas weiter vorzubereiten. Es müssten Lüftungsfilter bereitgestellt und die digitale Ausstattung verbessert werden.

"Alles das, was im Sommer schon hätte geschehen müssen. Das ist nach wie vor ein Trauerspiel." Kellner verteidigte unterdessen den Zulassungsweg der Europäischen Union beim Corona-Impfstoff. "Ich glaube, es gilt Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Es ist wichtig, dass auch die Haftungsfragen geklärt sind." Es sei "befremdlich" gewesen, wie Großbritannien in einer "Brexit-Jubelarie" und einer Art "Impfnationalismus" gehandelt habe. "Da habe ich auch kein Zutrauen, wenn ich so etwas aus Großbritannien sehe", sagte Kellner. In Deutschland könne der Impfstoff ein wichtiger "Baustein" sein. Er fügte aber hinzu: "Es wir ja noch Monate dauern, bevor genügend Menschen überhaupt geimpft werden können."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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