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Mit Doppelhaushalt 2020/2021 verabschiedet sich die CDU vom Anspruch auf Regierungsverantwortung

Archivmeldung vom 29.11.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.11.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Projekte wie diese werden im neuen Bundeshaushalt 2020/21 gefördert. Wirklich förderungswürdig? (Symbolbild)
Projekte wie diese werden im neuen Bundeshaushalt 2020/21 gefördert. Wirklich förderungswürdig? (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Mit 51,84 Milliarden Euro für das Haushaltsjahr 2020 und 52,92 Milliarden im Haushaltsjahr 2021 legt die baden-württembergische Landesregierung erneut einen Rekordhaushalt vor. Korrigiert um die Änderungen aus dem Länderfinanzausgleich übersteigt der Landeshaushalt damit zumindest im Jahr 2021 deutlich die 55-Milliarden-Euro-Schwelle.

Darauf verweist Dr. Rainer Podeswa, der Finanzpolitische Sprecher der Fraktion der AfD im Landtag von Baden-Württemberg. "Nachdem vor den Beratungen im Finanzausschuss der Stellenaufwuchs mit nahezu 3000 zusätzlichen Stellen jede finanzielle Seriosität vermissen lässt, kommen nach den Beratungen hier noch einmal 293 Stellen hinzu. Die von Finanzministerin Edith Sitzmann (Bündnis 90/Die Grünen) angemahnte strikte Haushaltsdisziplin ist damit nunmehr vollkommen ad absurdum geführt. Tatsächlich stellt der vorliegende Haushaltsplan einen weiteren Rekord auf. Berücksichtigt man die daraus resultierenden Pensionsrückstellungen ist das der größte Schuldenhaushalt der letzten zehn Jahre. Da dies maßgeblich aus Anträgen der CDU-Fraktion resultiert, ist das Motto der Koalitionsfraktion 'nach mir die Sintflut'. Offensichtlich hat die CDU-Fraktion beschlossen, sich von jedem Anspruch auf zukünftige Regierungsverantwortung zu verabschieden."

Aktionsplan für Akzeptanz und gleiche Rechte für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und Queere

Darauf deutet auch hin, dass den von der CDU-Fraktion gestellten Anträgen zur Bienenförderung in Gambia, Landwirtschaftsförderung in Burundi oder Projekten für ganz Afrika der Vorzug gegeben wird vor allen familienpolitischen Anträgen der AfD-Fraktion. Ob Landeskindergeld, Schülerbeförderung oder Wohnraumförderung für Familien - alles wurde durch die CDU ohne Diskussion abgelehnt. "Dagegen beantragte die CDU den Aktionsplan für Akzeptanz und gleiche Rechte für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und Queere", so Dr. Podeswa. "Eine Begründung für diese Schwerpunktsetzung blieb die CDU auch auf wiederholte Nachfrage schuldig."

Quelle: AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg (ots)


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