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Kabinett bringt Sondervermögen für Ganztagsschulausbau auf den Weg

Archivmeldung vom 12.11.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.11.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Das Bundeskabinett will am Mittwoch die Einrichtung des Sondervermögens "Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter", den ersten Schritt auf dem Weg zum Rechtsanspruch auf die Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ab dem Jahr 2025, auf den Weg bringen.

"Gute Bildung ist eine nationale Zukunftsaufgabe. Und deshalb wollen wir jetzt gemeinsam mit den Ländern die Weichen stellen, damit der Rechtsanspruch 2025 eingeführt werden kann", sagte Familienministerin Franziska Giffey (SPD) der "Welt". "Dafür stellen wir in dieser Legislaturperiode zwei Milliarden Euro für Investitionen bereit."

Der Ganztagsschulausbau sei zwar eigentlich keine Aufgabe des Bundes. Ähnlich wie beim Digitalpakt wolle der Bund den Ländern aber "helfen, das zu stemmen", sagte Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) der Zeitung. "Der Bund investiert in die Infrastruktur, die Länder entwickeln die pädagogischen Konzepte." Es müsse selbstverständlich sein, Familie und Beruf miteinander zu verbinden, so Karliczek weiter. "Es ist auch ein Signal an die junge Generation. Wir wollen ihnen Mut machen, sich für Kinder zu entscheiden - auch für mehr als eins."

Zudem müsse der Ganztagsschulausbau zu einer besseren Bildung beitragen. "Wir stagnieren derzeit bei allen Bildungsstudien im Mittelfeld", so die Bundesbildungsministerin. "Wenn wir uns im internationalen Wettbewerb behaupten wollen, können wir uns es nicht leisten, unsere Kinder mittelmäßig auszubilden." Giffey betonte, eine gute Ganztagsschulbetreuung sei auch eine Frage der Chancengerechtigkeit. "Mit einer guten Förderung und einem warmen Mittagessen tun wir viel dafür, dass der Bildungserfolg nicht von der sozialen Herkunft abhängt", so Giffey. "Bei Kindern, die nach Schulschluss unbeaufsichtigt vor dem Fernseher sitzen oder am Handy zocken, verschenken wir ihr Potenzial."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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