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Weltumwelttag: Die 5 besten Naturschutz-Tricks indigener Völker

Archivmeldung vom 05.06.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.06.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Mutter und Kinder vom Volk der Buschleute sammeln Beeren in Botswanas Central Kalahari Game Reserve. Bild: Philippe Clotuche/Survival
Mutter und Kinder vom Volk der Buschleute sammeln Beeren in Botswanas Central Kalahari Game Reserve. Bild: Philippe Clotuche/Survival

Anlässlich des Weltumwelttages am heutigen Freitag, dem 5. Juni, würdigt Survival International, die globale Bewegung für die Rechte indigener Völker, die faszinierenden Fähigkeiten und das beeindruckende Wissen indigener Völker im Umgang mit ihrer Umwelt.

Awá-Indigene in Brasiliens nordöstlichem Amazonas-Regenwald kennen mindestens 275 Nutzpflanzen und 31 Arten von Honigbienen. Jede Honigbiene wird mit einem anderen Tier des Regenwaldes in Verbindung gebracht, zum Beispiel der Landschildkröte oder dem Tapir. Mehr erfahren.

Auf dem Speiseplan der Baka-„Pygmäen“ im zentralen Afrika stehen 14 unterschiedliche Sorten wilden Honigs und mehr als 10 Arten der wilden Yamswurzel. Indem sie Teile der Wurzeln unbeschädigt im Boden zurücklassen, fördern die Baka im ganzen Wald die Entstehung kleiner „Yamsgärten“ – eine Delikatesse für Elefanten und Wildschweine. Mehr erfahren.

Die Buschleute konsumieren über 150 unterschiedliche Arten von Pflanzen und ihre Ernährung ist sehr vitamin- und nährstoffreich. Dennoch werden die letzten jagenden Buschleute Afrikas misshandelt, gefoltert und inhaftiert, wenn sie für die Versorgung ihrer Familien jagen. Mehr erfahren.

Die Baiga in Indien haben ein eigenes Projekt entwickelt, um „den Wald vor der Forstbehörde zu retten“. Sie haben Regeln entwickelt, mit denen ihre Gemeinden und Außenstehende den Wald und seine Artenvielfalt schützen können. Erste Erfolge ihres Projektes sind weniger Wasserknappheit und die Verfügbarkeit von mehr Kräutern und Medizinpflanzen im Wald. Mehr erfahren.

Es gibt noch viele weitere Beispiele dafür, dass indigene Völker die besten Umweltschützer und Wächter der natürlichen Welt sind – Satellitenbilder und wissenschaftliche Studien zeigen beispielsweise, dass indigene Völker entscheidend dafür sind, Entwaldung auf ihren Gebieten zu verhindern. Dennoch werden sie illegal im Namen des „Naturschutzes“ von ihrem angestammten Land vertrieben. Oft wird fälschlicherweise behauptet, ihr Land sei Wildnis, obwohl indigene Völker seit Jahrtausenden davon abhängen und es verwalten.

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte heute: „Indigene Völker kümmern sich so gut um ihre Umwelt wie niemand sonst – schließlich hängen sie seit Jahrtausenden von ihr ab und managen sie. Wenn Naturschutz tatsächlich funktionieren soll, müssen Naturschützer indigene Völker fragen, welche Hilfe sie benötigen, um ihre Gebiete zu verteidigen. Sie müssen zuhören und dann bereit sein, indigene Völker nach Kräften zu unterstützen. Ein einschneidendes Umdenken im Umweltschutz ist heute dringend notwendig.

Quelle: Survival Deutschland - Haus der Demokratie und Menschenrechte

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