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Forscher üben planetare Abwehr von gefährlichen Objekten

Freigeschaltet am 05.06.2019 um 16:36 durch Thorsten Schmitt
Bild: CC0
Bild: CC0

Die Forscher der Europäischen Südsternwarte ESO haben am Beispiel des Doppelasteroiden 1999 KW4, der vor kurzem an der Erde vorbeigezogen ist, ihre Reaktion auf mögliche erdnahe gefährliche Objekte geübt. Dies geht aus einer Pressemitteilung der ESO hervor.

In der deutschen Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" heißt es weiter: "Demnach handelt es sich um den Doppelasteroiden 1999 KW4 mit einem Durchmesser von 1.3 Kilometern, der die Erde am 25. Mai in einer Geschwindigkeit von mehr als 70.000 Stundenkilometern in einem Minimalabstand von 5,2 Millionen Kilometern passierte.

Es sei zwar kein bedrohliches Objekt gewesen. Da der Orbit des Doppelasteroiden im Voraus gut untersucht worden sei, hätten die Wissenschaftler jedoch die Gelegenheit gehabt, ihre Reaktion auf das mögliche Auftauchen eines gefährlichen erdnahen Objekts zu üben, heißt es in der Mitteilung, die am Montag auf der ESO-Webseite veröffentlicht wurde.

Das Internationale Asteroidenwarnnetzwerk IAWN (International Asteroid Warning Network) habe die Beobachtungskampagne koordiniert.

Die ESO habe ihr „Flaggschiff“, das Very Large Telescope (VLT) bereitgestellt, das unter anderem mit dem System SPHERE ausgestattet worden sei, „einem der wenigen Instrumente der Welt, das in der Lage ist, Bilder zu gewinnen, die so scharf sind, dass man darauf die beiden Komponenten des Asteroiden trennen kann, die sich in einem Abstand von etwa 2,6 km umkreisen“.

Das System SPHERE sei ursprünglich zur Beobachtung von Exoplaneten entwickelt worden. Seine Optik korrigiere die Turbulenzen in der Atmosphäre und liefere Bilder, die so scharf seien, als ob sich das Teleskop im Weltraum befände.

Der 1999 KW4 ähnele auffallend einem anderen doppelten Asteroidensystem namens Didymos, das in ferner Zukunft eine Bedrohung für unseren Planeten darstellen könnte.

Didymos und sein Begleiter Didymoon sollen zum Ziel eines zukunftsweisenden planetaren Verteidigungsexperiments werden: Die Raumsonde DART der NASA soll Didymoon treffen und seine Umlaufbahn um den Mutterkörper Didymos somit verändern. Nach dem Aufprall könnte die sich derzeit in der Genehmigungsphase befindliche ESA-Mission Hera die Didymos-Asteroiden im Jahr 2026 untersuchen, um wichtige Informationen zu sammeln. Dies betreffe unter anderem die Masse von Didymoon, seine Oberfläche und die Form des DART-Kraters."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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