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Hauskatzen bedrohen Ökosystem der Erde

Archivmeldung vom 02.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: www.Rudis-Fotoseite.de / pixelio.de
Bild: www.Rudis-Fotoseite.de / pixelio.de

Es gibt keine schlimmeren Tiere als Katzen, schreibt Natalia Kowalenko in ihrem Artikel auf der Webseite von Radio "Stimme Russlands". Biologen aus dem US-amerikanischen Smithsonian Conservation Biology Institute meinen, dass Katzen eine echte Bedrohung für die Natur darstellen. Sie seien schuld daran, dass schon 33 Tier- und Vogelarten ausgestorben seien, meinen die Wissenschaftler und warnen vor der Gefahr, die Mäusen und anderen Kleintieren vor allem in Großstädten droht.

In dem Artikel heißt es weiter: "Die Forscher fanden heraus, dass jedes Jahr durch die Zähne und Krallen der Kater und Katzen ungefähr drei Milliarden Gefieder und bis zu 20 Milliarden Nagetiere umkommen. Dies ist mehr als von der Jagdwirtschaft, Hauhaltschemikal ien und Bebauung in ihren natürlichen Lebensräumen verursacht wird.

Die Untersuchung der amerikanischen Biologen hat natürlich seine Berechtigung, doch der Einfluss der Katzen auf die Tierwelt sollte doch nicht so ernst genommen werden, mein der Biologe von der Moskauer Timirsajew-Landw irtschaftsakademie Dr. Sergei Krutschina.

„Katzen ernähren sich als Kleinraubtiere von Nagetieren und kleinen Vögeln. Doch kein verantwortungsvo ller Biologe würde behaupten, dass Katzen für das Aussterben einer Nagetierart verantwortlich sind. Es stimmt natürlich, dass streunende Katzen die Vogelzahl in der Brutzeit und die Zahl der Nagetiere in Parks und Gärten verringern. Aber Katzen gibt es nicht so viele, der Druck von anderen Raubtieren ist viel größer als der Schaden, der von Katzen ausgeht, die doch sehr vereinzelt leben und nicht in größeren Gruppen auftauchen.“

Es gibt durchaus die Meinung, dass in einem geschlossenen Territorium, wie zum Beispiel auf Inseln, Katzen tatsächlich Einfluss auf den Erhalt von gewissen Artem haben. In Neuseeland gab es sogar schon Kampagnen gegen Hauskatzen. Die Umweltschützer glauben, dass, wenn man die Hausraubtiere nicht bald los wird, die Vielfalt an lokalen Vogelarten, Nagetieren und Reptilien stark abnehmen wird. Diese Idee hat viele Verfechter. Diese rufen natürlich nicht dazu auf, die Katzen zu vernichten, sondern verlangen lediglich, dass sie nicht mehr auf die Straße gelassen werden. Und wenn es der Katze einfach nicht verwehrt werden kann, auf die Straße zu gehen, soll ihr wenigstens ein Glöckchen um den Hals gehängt werden, damit die Mäuse und Vögel vor ihr gewarnt werden, andernfalls soll die Katze an die Leine genommen werden.

Die russische Biologin Dr. Elena Kotenkowa meint, dass dieser Vorschlag durchaus Sinn macht. „Das ist eine gute Idee, dass die Katzen nicht rausgelassen werden, ich würde das auch nicht machen. Nicht unbedingt wegen den Nagetieren, sondern eher wegen den Vögeln. Denn selbst wenn die Katzen Nagetieren Schaden zufügen würden, glaube ich nicht, dass dieser nicht wieder zu beheben wäre. Doch der Schaden für die Vögel ist schon bedeutend. Jedoch sind das weniger Hauskatzen, sondern eher verwilderte Katzen, die kein Herrchen mehr haben und durch die Straßen streunen.“

Russische Umweltschützer schlagen vor, eine verpflichtende Registrierung für Katzen einzuführen, damit die Herrchen nicht auf den Gedanken kommen, den Liebling auf die Straße zu setzen, wenn er aufgewachsen ist und einem vielleicht schon ein wenig auf die Nerven geht."

Quelle: Text Natalia Kowalenko - „Stimme Russlands"

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