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Youtube-Ikone Flying Uwe und Carina Møller-Mikkelsen: "Mindestens 50 Prozent der Fitness-Blogger sind fake"

Archivmeldung vom 02.08.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.08.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
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Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Wie viel Fake steckt in Instagram und Youtube? Und welche Verantwortung haben "Influencer" gegenüber ihren Followern? Über diese Fragen diskutieren die ehemalige Bodybuilderin Carina Møller-Mikkelsen, 24, und Fitness-Youtuber Flying Uwe, 32, in der DISKUTHEK, dem neuen Debattenformat des stern auf Youtube. Beide sind sich einig: "Mindestens 50 Prozent sind fake auf Instagram - wenn nicht sogar 75 Prozent."

Seit mittlerweile zwölf Jahren zeigt Uwe Schüder alias Flying Uwe sich und seinen muskulösen Körper seinen zwei Millionen Followern auf Youtube. In der DISKUTHEK beschreibt er, wie in der Fitness- und Bodybuilding-Szene auf dem Weg zum "perfekten Body" nachgeholfen wird. So sei die Einnahme von Steroiden zum maximalen Muskelaufbau bei vielen Youtubern heute nichts Ungewöhnliches mehr. "Stoffen" heißt das in der Szene. "Da wird so viel rumgelogen und gesponnen", so Flying Uwe. "Die haben den Sixpack ja auch nicht das ganze Jahr über. Die machen ihre 200 Bilder nach der Diät und dann wird das immer schön aufs ganze Jahr verteilt gepostet", urteilt der erfolgreiche Youtube-Unternehmer über die Social-Media-Aktivitäten seiner Mitstreiter.

Das Problem des Fakens auf Instagram und Youtube kennt auch Carina Møller-Mikkelsen gut. Heutzutage lasse sich das Bild vom eigenen Körper mit kostenlosen Apps ganz einfach verändern: "Mittlerweile brauchst du ja nicht mal mehr Anabolika. Du kannst dir einfach eine App laden und machst dir ein Sixpack oder eine schmalere Hüfte", so Møller-Mikkelsen in der DISKUTHEK.

Viele ihrer 80.000 Follower hat Møller-Mikkelsen aus ihrer extremen Bodybuilding-Zeit, in der sie jeden Tag für ihr Aussehen im Fitnessraum gekämpft und an Wettkämpfen teilgenommen hat. Wie sie in der DISKUTHEK schildert, waren die Auswirkungen ihres harten Trainings und ihrer strengen Diäten verheerend: "Ich hatte eineinhalb Jahre lang meine Tage nicht mehr. (...) Jetzt im Nachhinein denke ich mir: 'Okay, man kann sich denken, wenn du dir Abführmittel reinpfeifst - ist wahrscheinlich nicht das Cleverste.'" Nach ihrer Brust-OP hat sie deshalb die Reißleine gezogen und dem Schönheitswahn ein Ende gesetzt: "Ich hatte überhaupt gar kein Verhältnis mehr zu meinem Körper."

Heute promotet sie auf Instagram "Body Positivity" und teilt offen ihre Makel wie Dehnungsstreifen und Röllchen am Bauch auf ihren Social-Media-Accounts: "Wir haben einen Körper und müssen auf den aufpassen. Der hat halt mehrere Facetten - und das ist okay so."


Quelle: Gruner+Jahr, STERN (ots)

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