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Nach Patzer mit Faktencheck: Tagesschau löscht Beitrag über Vitamin D bei Covid-19

Archivmeldung vom 18.05.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.05.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
''Wundermittel'': Vitamin D in Pillenform. Bild: flickr.com/SuperFantastic
''Wundermittel'': Vitamin D in Pillenform. Bild: flickr.com/SuperFantastic

Im Februar hat der Faktenfinder der Tagesschau in einem Beitrag von Desinformation gesprochen, wenn man behauptet, dass Vitamin D die Gefahr einer Covid-19-Erkrankung senken kann. Nun folgte im Mai ein Bericht unter Verweis auf das Bundesinstitut für Risikobewertung, dass Vitamin D doch nützen könne. Nun löschte die Tagesschau den Beitrag, schreibt das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter heißt es hierzu auf deren deutschen Webseite: "Was gilt als Fakten? Es kommt auf die Formulierungen an. Man könnte sagen: Vitamin D schützt nicht vor der Covid-19-Erkrankung. Doch im Gegensatz zu einem unzureichenden schützt ein ausreichender Vitamin D-Serumspiegel schützt eher vor einem erhöhten Risiko für akute Atemwegsinfekte. Jedoch warf die Tagesschau im Februar alles in einen Topf. Sie warnte einerseits zurecht vor einer unkontrollierten Einnahme. Danach stufte sie die Äußerungen vieler Ärzte über den Nutzen von Vitamin D bei Covid-19 jedoch pauschal als Desinformation ein, weil die offiziellen Stellen in Deutschland wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sie unbelegt sah.

Dann kam am 15. Mai ein weiterer Beitrag in der Tagesschau, der den Faktenchecker beinahe bloßstellte – unter dem Titel „Kehrtwende des BfR: Vitamin D doch nützlich bei Covid-19“. Hilft Vitamin D bei Corona, fragte der Beitrag. Die Behörde machte eine vorsichtige, aber bemerkenswerte Kehrtwende. Nachdem der Beitrag in den sozialen Netzwerken für leichten Wirbel wegen der Deutungshoheit bei Covid-19 und Vitamin D gesorgt hatte, hat die Tagesschau nun einen Rückzieher gemacht, den zweiten Beitrag entfernt und eine „Richtigstellung“ veröffentlicht, mit dem Titel „Doch keine Kehrtwende des BfR“.

In der Richtigstellung wird der Faktenfinder vom Februar wieder verlinkt. Die „Richtigstellung“ heißt: in der zitierten Mitteilung vom 14. Mai habe das BfR lediglich darauf hingewiesen, dass es mit einer unzureichenden Vitamin-D-Versorgung ein erhöhtes Risiko für Atemwegsinfekte wie Covid-19 gebe. Bisher sei jedoch nicht gezeigt worden, dass die Einnahme von Vitamin D über den ernährungsphysiologischen Bedarf hinaus mit zusätzlichen Gesundheitseffekten einhergehe. Daher sehe das BfR auf Basis der gegenwärtigen Studienlage weiterhin keinen Anlass, der gesunden Allgemeinbevölkerung die generelle Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin D zu empfehlen. Auch warnt die Behörde vor einer Gefahr der Überdosis bei Selbstmedikation. Es gilt: nicht mehr als 20 Mikrogramm Vitamin D pro Tagesdosis (800 Einheiten) verwenden.

Die Tagesschau hätte die Fakten ganz schon leichter darstellen können. Etwa, dass Vitamin D das Immunsystem stärke und dessen Mangel anders als der ausreichende, aber nicht überdosierter Konsum mit einem erhöhten Risiko für Atemwegsinfekte verbunden ist. Schließlich lernt man in der Pandemie Tag für Tag was Neues. Und auch die Wissenschaft steht nicht still. Was früher als wissenschaftliche Fragestellungen und Hypothesen galt, kann später schon als Fakt nachgewiesen werden. "

Quelle: SNA News (Deutschland)

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