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Intensivmediziner beklagt Stagnation beim Impfen

Archivmeldung vom 21.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: www.jenaFoto24.de / pixelio.de
Bild: www.jenaFoto24.de / pixelio.de

Der Intensivmediziner Uwe Janssens hat sich besorgt über den aktuellen Stillstand der Impfkampagne geäußert. "Wir wissen aus verschiedenen Berechnungen, dass, wenn wir es nicht schaffen, 85 Prozent der 59- bis 70-Jährigen zu impfen, dann haben wir im Herbst ähnliche Zustände auf den Intensivstationen wie Anfang des Jahres, bis zu 6.000 Intensivpatienten", sagte Janssens der RTL/n-tv-Redaktion.

Für die Impfmüdigkeit der Deutschen macht der ehemalige Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin die Politik mitverantwortlich: "Das Signal der Politiker, alles wieder zu öffnen und den Leuten das Gefühl zu geben, alles ist wieder gut, das war ein Schritt zu schnell."

Eine Impfpflicht für Pflegepersonal lehnt Janssens auch vor dem Hintergrund des ohnehin herrschenden Personalmangels allerdings ab: "An dieser Stelle mit drastischen Maßnahmen vorzugehen, wird einige Leute wegtreiben. Ob das der richtige Weg ist, glaube ich nicht." Man müsse weiter versuchen, die Menschen zu erreichen und "das werden wir nicht mit Geboten und Verboten schaffen, das ist meine feste Überzeugung", so Janssens.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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