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Überschüssige Schweinegrippe-Impfdosen nicht zu verkaufen

Archivmeldung vom 07.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Ernst Rose / PIXELIO
Bild: Ernst Rose / PIXELIO

Fünf Wochen nach dem vorläufigen Ende der Schweinegrippe-Impfung droht den Bundesländern ein finanzieller Verlust von mehr als einer Viertelmilliarde Euro. Durch den gescheiterten Versuch einer Massen-Immunisierung wurden bundesweit rund 30 Millionen von Staats wegen gekaufter Impfdosen nicht angerührt.

Alle Bemühungen, wenigsten einen Teil des überflüssigen Serums ins Ausland zu verkaufen, sind vorerst gescheitert. Das bestätigte eine Sprecherin des niedersächsischen Gesundheitsministeriums den Zeitungen der WAZ-Gruppe. Niedersachsen hatte im Namen aller 16 Bundesländer bereits seit Januar nach Abnehmern für den massenhaft zuviel georderten Grippeschutz gesucht. Zunächst zeigten zwar etliche Staaten Interesse, darunter Albanien, Moldawien, Mazedonien, der Kosovo und die Mongolei. Doch als weltweit die Angst vor der Schweinegrippe rapide sank, kam keine Verkauf zustande. "Es brennt nicht. Es gibt zurzeit keine Interessenten", so die Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Hannover, das im Moment den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz der Länder hat. Allein Nordrhein-Westfalen bleibt dadurch auf 6,4 Millionen Impfportionen im Gesamtwert von 53,3 Millionen Euro sitzen. In NRW hatten sich zum Schutz vor der Schweinegrippe (H1N1-Virus) nur knapp eine Million Menschen "pieksen" lassen. Nun hoffen die Länder, wenigstens einen Teil des Serums im Herbst wieder zu Geld machen zu können. Experten prüfen derzeit, ob der Impfstoff auch gegen die saisonale Grippe eingesetzt werden kann. "Die Untersuchungen laufen aber noch", heißt es aus Niedersachsen. Die Uhr tickt. Spätestens Mitte 2011 ist der gesamte teure Stoff verdorben.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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