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GB: Einer von zehn Krankenhauspatienten alkoholabhängig

Archivmeldung vom 05.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: pixelio.de, Peter Freitag
Bild: pixelio.de, Peter Freitag

Forscher des King's College London gehen davon aus, dass einer von fünf Krankenhauspatienten Alkohol in gesundheitsschädlichem Ausmaß konsumiert und einer von zehn alkoholabhängig ist. Derzeit sind Routineuntersuchungen auf eine Alkoholabhängigkeit in Krankenhäusern selten. Therapieangebote für Betroffene stehen nur eingeschränkt zur Verfügung. Die Studienautoren fordern daher Verbesserungen in diesem Bereich, wie etwa ein umfassendes Screening und eine verbesserte Ausbildung für Krankenhausmitarbeiter.

Die systematische Überprüfung und Meta-Analyse liefert die ersten abgesicherten Schätzungen zu mit Alkohol in Verbindung stehenden Krankheiten bei stationären Patienten. Insgesamt wurden die Ergebnisse von 124 Studien mit insgesamt 1.657.614 Teilnehmern ausgewertet. Forscher nahmen bisher bereits an, dass alkoholbedingte Erkrankungen bei Krankenhauspatienten häufiger auftreten. Die Überprüfung ergab, dass schädlicher Alkoholkonsum bei dieser Personengruppe zehn Mal höher ist als bei der Allgemeinbevölkerung. Die Alkoholabhängigkeit ist sogar acht Mal so hoch.

Enorme Kosten für Gesundheitssystem

Schädlicher Alkoholkonsum tritt in psychiatrischen Abteilungen am häufigsten auf. Alkoholabhängigkeit zeigt sich am meisten bei Patienten, die Unfall- und Notfallabteilungen aufsuchen. Schätzungen gehen davon aus, dass mit Alkohol in Verbindung stehende Erkrankungen das staatliche Gesundheitssystem National Health Service rund 3,5 Milliarden Pfund, das entspricht etwa 3,9 Milliarden Euro, kosten. Laut Forschungsleiter Emmert Roberts belegen die in "Addiction" veröffentlichten Forschungsergebnisse, dass das Problem viel größer ist als bisher angenommen.

Quelle: www.pressetext.com/Moritz Bergmann

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