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Bernard gr. Broermann: "Gewaltige Arbeitsverdichtung in deutschen Kliniken"

Archivmeldung vom 28.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Bei der ZEIT KONFERENZ Gesundheitsstandort Deutschland hat der Gründer und Gesellschafter der Asklepios Kliniken, Dr. Bernard gr. Broermann, auf die "gewaltige Arbeitsverdichtung" in den deutschen Kliniken hingewiesen. Auf einen Krankenhausmitarbeiter kämen in Deutschland 20 Patienten, in der Schweiz seien es nur neun, so gr. Broermann bei der Veranstaltung der Wochenzeitung DIE ZEIT in Hamburg. Die Kostendämpfungspolitik hierzulande führe dazu, dass Deutschland viele Ärzte an die Schweiz, aber auch Großbritannien verliere. In diesen Ländern sei zudem die Vergütung der Mitarbeiter deutlich besser.

Im Vergleich zu den städtischen Krankenhäusern, so gr. Broermann weiter, investiere sein Unternehmen als private Einrichtung mehr und setze auf Innovationen in der Krankenhausführung. Dadurch würden die Asklepios Kliniken die besten Teams und dadurch mehr Patienten gewinnen. Das Wissen, keine Steuergelder zu erhalten, übe einerseits einen großen Druck aus, andererseits mache Not erfinderisch. "Wir müssen immer neue Wege finden." Die Asklepios Kliniken seien dadurch auch zum Vorbild geworden, etwa im Bereich Qualitätsmanagement und Patientensicherheit, sagte gr. Broermann im Gespräch mit ZEIT-Herausgeber Josef Joffe.

Dr. Rudolf W. Strohmeier, Stellvertretender Generaldirektor der Generaldirektion Forschung & Innovation der Europäischen Kommission, wies darauf hin, dass ein regulatives Umfeld geschaffen werden müsse, um Innovationen in der Gesundheitsforschung und entsprechende Geschäftsmodelle zu fördern. Deutschland sei nach wie vor führend durch die Universitäten, aber auch durch die Pharmaunternehmen und die kleinen und mittleren Unternehmen. Dennoch falle auch in Deutschland "Geld nicht mehr wie Manna vom Himmel", mahnte Strohmeier. Deshalb werde eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Sektoren immer wichtiger, und man dürfe die europäische Komponente nicht außer Acht lassen.

Quelle: DIE ZEIT (ots)

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