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Viele Kölner lehnen Impfungen mit Astrazeneca ab - Zentrum hat 5400 Impfdosen übrig

Freigeschaltet am 23.02.2021 um 11:16 durch Sanjo Babić
Für eine sehr seltene Erkrankung soll die Arzneimittelsicherheit dramatisch gesenkt werden (Symbolbild)
Für eine sehr seltene Erkrankung soll die Arzneimittelsicherheit dramatisch gesenkt werden (Symbolbild)

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

In Köln haben zahlreiche Menschen die Impfung mit dem Präparat von Astrazeneca abgelehnt. "Aktuell haben wir rund 5400 Impfdosen von Astrazeneca übrig", berichtete der Chef der Kölner Berufsfeuerwehr und Mitglied des Krisenstabs, Christian Miller, dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Menschen stornierten ihren Termin, weil ihnen keine Alternative zu Astrazeneca angeboten werde.

"Da wollen sie lieber keinen Termin haben. Die Stimmung kippt aktuell, das macht uns große Sorge", sagte Miller. Die Präparate würden deshalb vom Gesundheitsministerium nicht abgerufen und befänden sich immer noch im Depot. Miller nannte es einen "Skandal, dass man weiß, dass in anderen Prioritätsgruppen Menschen händeringend darauf warten, geimpft zu werden, und in der bevorrechtigten Gruppe die Impfbereitschaft nicht da ist". Organisatorisch wird es immer schwerer, die Überkapazitäten abzubauen.

Das Image der Astrazeneca-Impfstoffs schlage sich direkt auf die Impfbereitschaft nieder. Nach dem ersten Hype am 10. Februar habe es eine deutliche Abnahme gegeben. Der Feuerwehrchef berichtet: "Die Kolleginnen und Kollegen im Callcenter, die mit den Impfberechtigten am Telefon sprechen, berichten, dass bei der Terminvergabe oftmals zunächst die Frage gestellt wird, welcher Impfstoff denn zur Verfügung stehe. Wenn dann der Name Astrazeneca fällt, wird sofort diskutiert und gesagt, man wolle unbedingt Biontech/Pfizer haben. Wenn ihnen erklärt wird, dass es keinen Anspruch auf einen bestimmten Impfstoff gibt, sondern klare Regeln vom Ministerium gelten, wie der Impfstoff verteilt werden muss, ist die Impfbereitschaft ganz schnell weg."

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)


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