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Eine Studie zeigt: Fast alle Brustimplantate haben ein Leck

Archivmeldung vom 21.09.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.09.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Skulptur (Symbolbild)
Skulptur (Symbolbild)

Bild: © CC0 / dimitrisvetsikas1969 / Pixabay

Was passiert eigentlich mit so einem Brustimplantat aus Silikon, wenn es länger im Körper ist? Nichts Gutes: In 98 Prozent der Fälle tritt es in angrenzendes Gewebe aus, in 86 dringt es bis in die Lymphknoten und andere Körperregionen vor. Das hat ein Forscherteam ermittelt und rät von solchen Eingriffen ab, bis die Folgen untersucht sind. Dies berichtet das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter ist auf deren deutschen Webseite dazu folgendes geschrieben: "Brustvergrößerungen mögen Erscheinungsbild und Selbstbewusstsein mancher Frau optimieren. Zumindest behauptet die sicher alles andere als unabhängige und objektive Webseite plasticsurgery.org, dass 98 Prozent dergestalt „korrigierter“ Frauen zufrieden mit dem Resultat seien. Indessen würde diese Zufriedenheit sicher schwinden, wenn den optimierten Damen bewusst würde, was rund um das neue Implantat in ihrem Körper passiert.

Forschungsergebnisse aus jüngster Vergangenheit hatten bereits zutage gefördert, dass Implantate aus Silikon gewisse Arten von Krebs, Immunerkrankungen und grundsätzliche Störungen im Organismus begünstigen, die sich negativ auf das Wohlbefinden von Frauen auswirken. In den Jahren 2019 und 2020 wurden aus solchen Gründen auch eine Reihe Implantate zurückgerufen.

Nun sind Mediziner um Henry Dijkman von der niederländischen University of Applied Sciences in einer Studie der Ursache auf den Grund gekommen. Sie untersuchten dafür Gewebe von 400 Frauen, die sich solchen Implantationen unterzogen hatten. Einige von ihnen hatten bereits mehrere Eingriffe hinter sich, da die Implantate nach einer gewissen Zeit ausgetauscht werden müssen. Damit konnten die Forscher auch die Langzeitfolgen der Implantate im Körper untersuchen.

Das Ergebnis: Bei 98 Prozent der Patientinnen konnten im Körpergewebe Silikon-Moleküle nachgewiesen werden, die sich aus den Implantaten gelöst hatten. Dieses Ergebnis gilt laut der Studie unabhängig vom jeweils eingesetzten Implantat-Typus. Bei 86 Prozent waren die Moleküle dabei nicht nur in das angrenzende Brustgewebe vorgedrungen, sondern auch bis in Lymphknoten, Fettgewebe und andere Körperteile.

Laut Dijkman und dessen Kollegen haben die Lecks bei 92 Prozent der Frauen zu Entzündungen verschiedener Schwere geführt. Lediglich bei vier der 400 Frauen seien die Komplikationen ausgeblieben. Das Silikon habe in allen Altersgruppen so gewirkt– sowohl bei jungen Frauen als auch bei solchen zwischen 40 und 50 Jahren, die über einen längeren Zeitraum Silikon-Implantate trugen.

Diese Forschungsergebnisse zeigen laut den Wissenschaftlern, dass die Auswirkungen von Silikon in verschiedenen Gewebetypen bei Frauen untersucht werden müssen, insbesondere im Zusammenhang mit Lymphknotenkrebs und anderen Krebsarten. Bis dann raten Dijkman und dessen Kollegen Frauen davon ab, sich solche Implantate einpflanzen zu lassen.

Die Studie ist am Montag im "Journal of the American Medical Association" (JAMA Network) erschienen."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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