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Russische Forscher verlängern „goldene Stunde“ zur Rettung von Schwerverletzten

Archivmeldung vom 08.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Martin Büdenbender / pixelio.de
Bild: Martin Büdenbender / pixelio.de

Eine lebensrettende Methode unter Einsatz von Xenongasgemisch ist in Russland entwickelt worden. Wie der Vize-Generaldirektor des Fonds für perspektivische Forschungen, Prof. Dr. Alexander Panfilow, gegenüber Sputnik sagte, haben es seine Mitarbeiter gelernt, die ‚goldene Stunde‘ für die Rettung von Menschen zu verlängern.

Weiter heißt es auf der deutschen Webseite des Magazins: "„Aus mehreren Komponenten bestehende flüssige Gasgemische auf Xenonbasis sorgen für das Überleben von Versuchstieren unter Bedingungen, die kritische Körperzustände wie letale Hypoxie, tödlicher Blutverlust, Schmerz-Schock oder Unterkühlung simulieren“, so Panfilow.

Ihm zufolge geht es um die Rettung von Patienten, die unter Sauerstoffmangel leiden würden und einer Todesgefahr ausgesetzt seien.

„Das Endziel des dahingehenden Projekts ist es, pharmazeutische Präparate zu entwickeln, die die ‚goldene Stunde‘ verlängern, indem sie den jeweiligen Patienten in einen künstlichen hypobiotischen Zustand versetzten, der dem Winterschlaf eines Bären ähnlich ist“, so Panfilow.

Er präzisierte, dass die betreffenden flüssigen Gasgemische in Gemeinschaft mit dem russischen Institut für Zell-Biophysik entwickelt wurden.

Bei den sich im hypobiotischen Zustand befindenden Versuchstieren sinke die Körpertemperatur und verlangsame sich der Blutfluss und die Herzschlagfrequenz, wobei die Organe und Gewebe viel weniger Sauerstoff verbrauchen würden, sagte der Forscher.

Die Mitarbeiter des Fonds haben nachgewiesen, dass die besagte Methode die Überlebensfähigkeit bei 50-prozentigem Blutverlust und nur einer zwölf-prozentigen-Blutauffüllung auf das Dreifache und bei Unterkühlung auf das Doppelte steigert.

Der Fonds für perspektivische Forschungen wurde im Jahr 2012 zur Unterstützung der Forschungsarbeiten im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich gebildet."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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