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Gesunde Mitarbeiter durch gute Führung

Archivmeldung vom 05.10.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.10.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann/AllSilhouettes.com / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann/AllSilhouettes.com / pixelio.de

Sie führen zig Telefongespräche am Tag, stehen häufig unter Zeitdruck und die Kommunikation mit den Kunden ist nicht immer konfliktfrei. Beschäftigte im Call-Center sind häufig großen Belastungen ausgesetzt. Gute Führung ist unter diesen Bedingungen ein Schlüsselfaktor für die Gesundheit der Beschäftigten.

In der neuen, multimedialen Web-Dokumentation der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) "Führung und Gesundheit" schildert Herbert Ferdinand, Prokurist bei der Telefon Direkt Marketing (T.D.M.), vor welchen Herausforderungen Führungskräfte stehen und welche Maßnahmen seine Firma ergriffen hat.

Die multimediale Dokumentation gibt aber nicht nur einen Einblick in die betriebliche Praxis, sondern präsentiert auch den aktuellen Forschungsstand zum Zusammenhang von Führung und Gesundheit in der sich wandelnden Arbeitswelt. So zeigt der aktuelle Stressreport der BAuA, dass rund 60 Prozent der Beschäftigten häufig Hilfe und Unterstützung von ihrer Führungskraft erhalten. Nur rund ein Drittel gibt an, häufig Lob und Anerkennung von Vorgesetzten zu bekommen. Neben informativen Texten und Bildern kommen bei der Web-Doku im "Scrollytelling"-Format vor allem Videos zum Einsatz.

T.D.M ist eines von etwa 20 Unternehmen, die sich als Partner am BAuA-Projekt "Führung und Organisation im Wandel (FOWa)" beteiligen. Im Mittelpunkt des Projekts, das in der Web-Dokumentation vorgestellt wird, stehen die Rollen und Verhaltensweisen von Führungskräften und Geführten sowie die Bedeutung von organisationalen Rahmenbedingungen.

Neben der intensiven Einbindung von Praxispartnern zeichnet sich das Projekt durch die Verknüpfung von drei unterschiedlichen methodischen Ansätzen aus: In einer Drei-Ebenen-Befragung werden in jeder Partnerorganisation die Leitungsebene, Führungskräfte und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter per Online-Fragebogen befragt. Zusätzlich werden Fallstudien zur Führungskultur durchgeführt, bei denen qualitative Interviews zum Einsatz kommen. Den dritten Baustein bildet eine sogenannte Dyadenstudie. Hierbei liegt der Fokus auf der Frage, wie konkretes Führungshandeln von Führungskräften und den von ihnen Geführten erlebt und bewertet wird. Die Erhebung erfolgt hier unter anderem mit Hilfe eines Tagebuchs.

Unternehmen, die sich am Projekt beteiligen, können davon unmittelbar profitieren. Sie erhalten einen ausführlichen Bericht zum Stand von Führung und Gesundheit in ihrem Unternehmen, der auch wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen enthält. Führungskräfte können außerdem an einem Seminar der BAuA zu Führung und Gesundheit teilnehmen und es besteht die Möglichkeit, sich in Anwenderkonferenzen mit anderen Unternehmen auszutauschen.

Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (ots)

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