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Frauen im Krankenhaus denken zuerst an die eigene Familie - Männer haben Angst um ihre Karriere

Archivmeldung vom 31.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Bis zu 30 Prozent aller Tage, die die Bundesbürger im Krankenhaus verbringen, sind aus medizinischer Sicht nicht notwendig und daher überflüssig. Das gilt auch für die am häufigsten in der Klinik behandelten Krankheiten des Herz- und Kreislaufsystems - auf sie entfallen 15 Prozent aller Einweisungen. Mehr ambulante Behandlungen und eine Verringerung der Verweildauer bieten damit ein erhebliches Einsparpotenzial. Und entlasten nicht nur das Gesundheitssystem, sondern auch die Patienten.

Denn für sie ist ein Klinikaufenthalt mit erheblichen emotionalen Belastungen verbunden. Vor allem Frauen sorgen sich dabei um die Familie - mehr noch als um sich selbst. Sie fürchten, die Angehörigen während des Krankenhausaufenthalts allein und ohne Unterstützung zu lassen. Männer dagegen machen sich Gedanken um ihre Karriere. Das ergab eine repräsentative Umfrage des IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung im unter mehr als 1.000 Bundesbürgern ergab.

35 Prozent der Frauen machen sich große Sorgen, dass die Familie während ihres Krankenhausaufenthaltes nur ungenügend versorgt wird. Bei den Männern ist diese Quote mit 16 Prozent nicht einmal halb so hoch. Ähnlich groß sind die Unterschiede hinsichtlich der Befürchtungen, während des Krankenhausaufenthaltes wichtige Termine nicht wahrnehmen zu können. Während 34 Prozent der Männer dieser Umstand Sorgen bereitet, macht sich noch nicht einmal jede fünfte Frau darüber Gedanken. Auffällig auch, dass 34 Prozent der befragten Frauen Angst haben, ob die Krankenkasse alle Kosten der Behandlung in der Klinik übernimmt.

Die Umfrage zeigt: Die Furcht der Deutschen vor einer Krankenhausbehandlung ist groß. "Für die Betroffenen ist der Gang in die Klinik nicht nur mit medizinischen, sondern mit vielfältigen Belastungen individueller, sozialer und gesellschaftlicher Art verbunden", sagt Wilhelm Alms, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des IMWF.

Rund 18 Millionen Krankenhauseinweisungen gibt es pro Jahr in Deutschland. Auf Herz-Kreislaufkrankheiten entfallen insgesamt 2,7 Millionen stationäre Behandlungen. Einer immer größeren Bedeutung kommen dabei Herz-Rhythmusstörungen zu. Allein wegen der Hauptdiagnose Vorhofflimmern müssen jährlich rund 220.000 Bundesbürger in der Klinik behandelt werden.

Quelle: IMWF Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung

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