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Bundesinstitut warnt vor Brust-Implantaten

Archivmeldung vom 21.12.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.12.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Mit Gel gefüllte Brustimplantate. Bild: wikipedia.org
Mit Gel gefüllte Brustimplantate. Bild: wikipedia.org

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt vor Brust-Implantaten. "Bundesweit sind uns 19 Fälle bekannt, bei denen Implantate des Herstellers PIP in der Brust gerissen sind", so Maik Pommer vom BfArM zur "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Hintergrund der Warnung der Behörde, die für die Risikoüberwachung von Medizinprodukten und die Arzneimittel-Zulassung zuständig ist, ist eine Information der französischen Medizinprodukte-Behörde Afssaps. Diese hatte Vermarktung, Export und weitere Verwendung von mit Silikongel gefüllten Brustimplantaten der Firma PIP europaweit untersagt. Wie Pommer betont, ist bislang noch nicht bewiesen, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Brustimplantat und den mindestens acht Krebs-Verdachtsfällen in Frankreich gibt. "Die Gesamtzahl der Frauen, die in Deutschland PIP-Implantate erhalten haben, ist uns nicht bekannt", so Pommer.

Die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen glaubt nicht, dass fehlerhafte PIP-Implantate für Deutschland ein großes Thema sind. Sprecherin Kerstin van Ark: "Wir haben im April 2010 die Warnung an unsere Mitglieder weitergeleitet. Darauf haben sich zwei Chirurgen bei uns gemeldet, die mit PIP gearbeitet haben."

Mahdi Rezai, Ärztlicher Direktor am Brustzentrum im Düsseldorfer Luisenkrankenhaus, erklärte, dass bundesweit, "aber auch international", drei Unternehmen beim Verkauf von Brustimplantaten die Nase vorn hätten. Hierbei handele es sich um seit Jahrzehnten bewährte, geprüfte Produkte, betont Rezai. "Operierte Frauen bekommen übrigens immer einen Implantat-Pass, in dem steht, welches Produkt von welcher Firma verwendet wurde."

Seit 1989 gibt es ein Brustimplantat-Register der deutschen Gynäkologen. Dort wird unter anderem erfasst, welche Patientin wo, welches Implantat und von welcher Firma erhalten hat. Erfasst werden auch Herstellungsdatum und Chargennummer, ebenso, wann und aus welchen Gründen ein Brust-Implantat wieder entfernt wurde. Nach PIP-Implantaten wurde das Register nicht durchforstet, hieß es auf WAZ-Nachfrage.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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