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„Superspreader“-Fehlanzeige: Keine neue Corona-Welle durch Fußball-EM in München

Archivmeldung vom 09.08.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.08.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Allianz Arena (Symboldbild)
Allianz Arena (Symboldbild)

Bild: © CC0 / planet_fox / Pixabay

Die düsteren Prognosen von Karl Lauterbach (SPD) und anderen im Vorfeld der EM-Fußballspiele in München haben sich nicht bestätigt: Die vier Spiele in der Allianz-Arena von Mitte Juni bis Anfang Juli haben „keinen nennenswerten Beitrag zum Infektionsgeschehen im Freistaat“ verursacht. Lauterbach wird sich wohl wieder entschuldigen müssen, schreibt das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter ist auf deren deutschen Webseite dazu folgendes zu lesen: "Dublin in Irland und Bilbao in Spanien hatten bereits im Frühjahr auf die Austragung von Begegnungen der Fußball-Europameisterschaft „EURO 2020“ verzichtet. Sie konnten die von der Uefa geforderte Fan-Menge auf den Tribünen wegen der Pandemie-Bedenken nicht gewährleisten. München hatte über lange Zeit als Wackelkandidat für die Austragung der EM-Spiele gegolten, da erst kurz vor Ende der Frist eine Zuschauerzulassung erfolgte.

Bayerns Hauptstadt München signalisierte kurz vor EM-Beginn seine Bereitschaft, die Tribünen der Allianz-Arena zu 20 Prozent zu belegen bzw. bis zu 14.000 Zuschauer ins Stadion hereinzulassen. Zehn Tage vor dem ersten Spiel in München verkündete Ministerpräsident Markus Söder (CSU), die Inzidenz sei gesunken, 14.000 Besucher dürften hinein.

Lauterbach: „Uefa hat Todesfälle zu verantworten“

Zuvor hatte sich der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kategorisch gegen die EM-Spiele im Sommer ausgesprochen. „Wenn es ein paar hundert oder wenige tausend Zuschauer sind, dann kann man sich das im Großen und Ganzen noch vorstellen“, erklärte er Ende April. „Wenn wir aber hier über 10.000, 20.000 Zuschauer sprechen, dann ist es nicht machbar (…). Und dann wird auch noch gereist. Ich halte das für medizinisch nicht vertretbar.“

Noch dramatischer klang Lauterbach, als die „EURO 2020“ bereits im Gange war und die Stadien in Budapest und London ihre Tribünen nahezu vollständig füllen ließen.

„Auf dieser EM liegt ein Schatten, und die Uefa hat durch ihre ignorante Vorgehensweise Todesfälle zu verantworten. Das muss so klar gesagt werden. Die Uefa hat in meinen Augen versagt“, sagte der Politiker im Magazin „11 Freunde“.

Das Horror-Szenario blieb aus – in München wie in London

Das Bundesgesundheitsministerium teilte am vergangenen Wochenende mit, die vier Spiele in der Münchener Allianz-Arena hätten „keinen nennenswerten Beitrag zum Infektionsgeschehen im Freistaat“ geleistet. Lediglich fünf Fälle seien dem Landesamt für Gesundheit im Zusammenhang mit einem Stadionbesuch in der bayerischen Landeshauptstadt gemeldet worden, berichtete die Nachrichtenagentur DPA.

In ganz Bayern kamen lediglich 18 weitere positive Corona-Testergebnisse hinzu, in Folge von Public-Viewing-Veranstaltungen, zudem fünf weitere bei EM-Veranstaltungen im Ausland. Somit hat sich die Befürchtung vieler Menschen, die EM könne zu einem riesigen Superspreader-Event werden, nicht bestätigt.

Aber auch in Großbritannien blieb das angekündigte Horror-Szenario aus. Mehr noch: Nach dem Wegfall der meisten Corona-Restriktionen an dem von Premier Boris Johnson verfügten „Freedom Day“ am 19. Juli verzeichnete das Land einen beachtlichen Rückgang der gemeldeten positiven Testergebnisse.

Lauterbach, der sich im vergangenen Jahr mehrfach gegen die „Geisterspiele“ der Fußball-Bundesliga ausgesprochen hatte, musste übrigens später zugeben, dass er mit seiner Einschätzung falsch gelegen hatte.

„Die Spiele sind weitestgehend infektionslos abgelaufen“, sagte er in einem „Spiegel“-Interview. „Ich hatte eine völlig falsche Vorstellung, wie Fans und Ultras auf Geisterspiele reagieren würden. Ich dachte, dass es große Versammlungen rund ums Stadion gäbe. Da fehlte mir schlicht die Fantasie.“

Bleibt abzuwarten, ob sich Lauterbach nun auch für seine „EURO 2020“-Prognose entschuldigen wird."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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