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Studieren während der Pandemie: Psychische Belastung nimmt zu

Freigeschaltet am 13.10.2021 um 12:39 durch Sanjo Babić
Das Tragen von "Altagsmasken" über 25 Minuten am Stück ist gesundheitsschädlich und kann zu Atemwegserkrankungen führen (Symbolbild)
Das Tragen von "Altagsmasken" über 25 Minuten am Stück ist gesundheitsschädlich und kann zu Atemwegserkrankungen führen (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Laut neuester Umfragen nimmt die psychische Belastung bei Studierenden im Wintersemester 2021/2022 zu - weiterhin bedingt durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen. Vorlesungen werden teilweise immer noch online abgehalten und die Umstellung auf sogenannte "Digitalsemester" fällt Studierenden aus ganz Deutschland schwer. Eine Befragung zweier Universitäten liefert nun weitere Hintergründe.

Umfrage der Universitäten Hildesheim und Münster

Rund zwei Wochen vor Beginn des neuen Wintersemesters 2021/2022 veröffentlichten die Universitäten Hildesheim und Münster die Ergebnisse einer deutschlandweiten Befragung von 2527 Studierenden. Wie auch bereits bei einer ähnlichen Umfrage, die im letzten Jahr durchgeführt wurde, lag der Schwerpunkt auf der aktuellen Situation rund um die Coronapandemie, das dadurch eingeschränkte Studentenleben und dessen Auswirkungen auf das persönliche Wohlbefinden.

Wie einem Bericht von studihub.de zu entnehmen ist, fällt das Gesamtergebnis trotz steigender Impfquote und diversen Lockerungen eher schlecht aus. So gaben über 50% der Befragten in der nicht repräsentativen Umfrage an, dass sie durch das Digitalsemester stark belastet seien. Symptome wie Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Angststörungen und Isolation seien zum Alltag geworden. Bereits jeder fünfte Studierende wünsche sich eine psychologische Betreuung, um mit den negativen Auswirkungen zurechtzukommen.

Studieninhalte durch fehlende Struktur oftmals überfordernd

Den Befragten fehle in erster Linie eine klare Struktur, welche durch Online-Vorlesungen, hohe Eigenverantwortung und zeitliche Flexibilität nicht mehr gegeben sei. Die Freude am Studieren sinkt laut Umfrageergebnissen besonders durch den Wegbruch von bis dato alltäglichen Dingen wie dem persönlichen Austausch zwischen Kommilitonen, Studentenpartys, Lerngruppen oder diversen Sport- und Freizeitaktivitäten.

Vor allem Erstsemestern falle es schwer, sich in einer neuen Stadt zurechtzufinden und dort neue Kontakte zu knüpfen. Der Startschuss in einen neuen Lebensabschnitt scheint sich demnach noch etwas zu verzögern.

Quelle: Studihub (ots)


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