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Dr. Gerald Quitterer: Nicht für eine Impfpflicht

Archivmeldung vom 26.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Impfen (Symbolbild)
Impfen (Symbolbild)

Bild: (CC BY-SA 2.0) by  Dennis Skley

"Impfungen sind ein wirksamer Schutz vor Erkrankungen und retten jeden Tag vielen hunderttausend Menschen weltweit das Leben", meldet sich Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK), in der Diskussion um die Impfpflicht zu Wort.

Die aktuell diskutierten etwa 200 Fälle von Masern in den ersten zehn Wochen 2019 in Deutschland lägen innerhalb der normalen langjährigen Schwankungsbreite. "Ich bin nicht für eine Impfpflicht, denn Pflicht führt zu Ablehnung", so der Präsident. "Wie soll die Nichteinhaltung sanktioniert werden?" fragt Quitterer.

Bei einer Erstimpfungsrate von über 97 Prozent in Deutschland sehe er das Problem nicht in einer Überzeugung der bewusst Nicht-Geimpften, sondern eher bei einer Motivation zur Zweitimpfung. Dazu solle vermehrt die aktuell erweiterte Gesundheitsuntersuchung genutzt werden. Zudem könne dies durch ein entsprechend gestaltetes Bonusprogramm der Krankenkassen und nicht zuletzt durch ein Aufnahmeverbot von Ungeimpften in Kindertagesstätten erreicht werden. "Impfungen sind die gesellschaftliche Verantwortung aller, für eine Verpflichtung fehlt indes die Notwendigkeit", so Quitterer abschließend.


Quelle: Bayerische Landesärztekammer (ots)

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