Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Gesundheit DAK-Chef kritisiert Mondpreise bei patentgeschützten Medikamenten

DAK-Chef kritisiert Mondpreise bei patentgeschützten Medikamenten

Archivmeldung vom 04.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de
Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de

Der neue DAK-Vorstandschef Andreas Storm hält die Preise für patentgeschützte Medikamente für teilweise völlig überhöht: "Wir zahlen leider manchmal Mondpreise, und das nicht nur bei Krebsmitteln, bei denen sich die Preise nicht immer am Nutzen und Innovationsgrad der Medikamente orientieren", sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

Das geplante Gesetz zur Stärkung der Arzneimittelversorgung ändere daran "leider so gut wie nichts". Nach den Worten des früheren CDU-Politikers können bestimmte Produkte "mehrere 10.000 Euro für die Behandlung eines Patienten kosten".

Nur aber wenn eine Umsatzschwelle von 250 Millionen Euro überschritten wird, solle künftig der viel niedrigere sogenannte Erstattungsbetrag, der zwischen dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung und den pharmazeutischen Unternehmen vereinbart wird, rückwirkend gelten.

Diese geplante Umsatzschwelle bezeichnete der DAK-Chef, der Anfang des Jahres den Vorstandsvorsitz bei der drittgrößten deutschen Krankenkasse übernahm, als "viel zu hoch". 2015 wären nur drei Medikamente davon überhaupt betroffen gewesen. Storm sprach sich außerdem für einen Masterplan bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens aus.

Diesen müsse die Bundesregierung nach der Bundestagswahl vorlegen. "Wir müssen bei der Digitalisierung viel schneller werden, zum Beispiel wären jährliche Fortschrittsberichte wichtig", sagte der DAK-Chef. Als Beispiel nannte er die elektronische Gesundheitskarte. Deren Geschichte sei ein Drama.

"Sie sollte schon vor zehn Jahren viel mehr können. Sinnvoll wäre zum Beispiel eine Übersicht über die Einnahme von Medikamenten. Doch es geht nur in winzigen Schritten voran." Storm forderte für die Kassen bei der Digitalisierung aber klare Grenzen.

"Es darf nicht dazu kommen, dass Gesundheitsrisiken individualisiert werden und zum Beispiel derjenige mehr zahlt, der stark übergewichtig ist. Das wäre das Ende des Solidarprinzips. Der Beitrag darf nicht vom Bauchumfang abhängen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Videos
Inelia Benz: Die Lemurianische Verbindung
Inelia Benz: Die Lemurianische Verbindung
Inelia Benz: "Macht über Andere ist so...VON GESTERN"
Inelia Benz: "Macht über Andere ist so...VON GESTERN"
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte schar in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige