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Breiter Widerstand gegen Aus für die Pflegeausbildung

Archivmeldung vom 29.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerda Mahmens / pixelio.de
Bild: Gerda Mahmens / pixelio.de

In Hamburg gibt es breiten Widerstand von Pflegenden gegen eine generalistische Ausbildung. Bei einer Diskussionsveranstaltung in der Hochschule für angewandte Wissenschaften hat Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks vor wenigen Tagen deutlich die breite Ablehnung ihrer Pläne aus den Krankenhäusern und der Altenpflege gespürt. Krankenhausvertreter, Verbände aus der Kinderkrankenpflege sowie der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) warnten vor einer einheitlichen Ausbildung in der Pflege.

"Wir erwarten eine steigende Zahl hochbetagter und pflegebedürftiger Menschen in der Hansestadt und brauchen die Pflegefachkräfte als Experten für das Alter", kritisiert die Hamburger bpa-Landesvorsitzende Karin Kaiser vor der heutigen Sitzung des Landespflegeausschusses, der sich ebenfalls mit der generalistischen Pflegeausbildung befasste. Auch in Zukunft müsse es unbedingt Spezialisierungsmöglichkeiten geben, um die Vermittlung speziellen Wissens und spezieller Fähigkeiten für die Altenpflege nicht zu gefährden, so Kaiser.

Im Rahmen der generalistischen Pflegeausbildung sind einheitliche Lehrpläne für Kranken- und Altenpfleger geplant. Erst nach Abschluss der Ausbildung wird eine Spezialisierung für die unterschiedlichen Einsatzbereiche in der Altenpflege, der Krankenpflege oder der Kinderkrankenpflege möglich sein. Bereits im Sommer soll ein entsprechender Gesetzentwurf vorliegen.

"Die fachlichen Anforderungen an unsere Fachkräfte in der Altenpflege sind hoch und werden in der Zukunft weiter steigen. Deshalb müssen spezialisierte Inhalte direkt in der Ausbildung vermittelt werden", betont die bpa-Landesvorsitzende Kaiser. "Ansonsten lernen die Pflegekräfte in der Zukunft zuerst vieles, was sie nicht brauchen, und müssen sich um ihre so wichtige Spezialisierung anschließend selbst kümmern. Das belastet die Pflegenden zusätzlich und macht den Beruf unattraktiver."

Quelle: bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (ots)

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