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Immunologe zu Impfdurchbrüchen: Schutz nach Johnson & Johnson-Impfung wohl „deutlich schlechter“

Archivmeldung vom 17.09.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.09.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Johnson & Johnson Impfstoff
Johnson & Johnson Impfstoff

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Behörden stellen immer mehr Impfdurchbrüche beim Impfstoff von Johnson & Johnson fest. In Deutschland haben sich bislang Menschen in 6106 Fällen infiziert - trotz eines vollständigen Impfschutzes mit dem Vakzin, wie das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Wochenbericht mitteilt. Das ist deutlich mehr als bei anderen Impfstoffen.

Weiter ist auf der deutschen Webseite des russischen online Magazins "SNA News " zu lesen: "Den Angaben von RKI zufolge haben bislang über drei Millionen Menschen in Deutschland das Vakzin „Janssen" des US-Herstellers Johnson & Johnson erhalten. Auf eine Million vollständig geimpfter Menschen gab es somit etwa 2.000 „wahrscheinliche Impfdurchbrüche“. Bei dem Impfstoff von Biontech/Pfizer, mit dem mehrheitlich geimpft wird (39 Millionen Menschen), sind es im Vergleich rund 660 Durchbrüche pro eine Million vollständig Geimpfte, beim Impfstoff von Moderna sogar nur 380 Menschen.

„Janssen" ist der einzige bisher in der gesamten Europäischen Union (EU) zugelassene Impfstoff gegen Sars-Cov-2, bei dem nur eine Dosis für die vollständige Immunisierung benötigt wird, wie die EU-Arzneimittelbehörde (Ema) sagt.

Immunologe zu „Janssen": offenbar „deutlich schlechter“

Nach einer Impfung mit „Janssen" würde es länger dauern bis sich ausreichend Antikörper gebildet hätten, als nach mRNA-Impfungen, erklärte Carsten Watzl, Generalsekretär der „Deutschen Gesellschaft für Immunologie“, gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“ (DPA). Teilweise steige der Antikörperspiegel mehr als einen Monat nach der Impfung noch an.

Und da dieser deutlich unterhalb derer liege, die durch die anderen Impfstoffe erzeugt werde, scheine der Schutz vor einer Corona-Infektion nach der Janssen-Impfung also deutlich schlechter, sagte Watzl. „Vor einer schweren Corona-Erkrankung schützt das Vakzin aber sehr wohl“, so der Immunologe.

Eine Sprecherin des Pharma-Riesen Johnson & Johnson verteidigt den Impfstoff. Der DPA sagte sie, dass kein Corona-Impfstoff derzeit Infektionen zu 100 Prozent verhindern könne. „Unser zugelassener Covid-19-Impfstoff als Einmaldosis kann jedoch nachweislich dazu beitragen, das Infektionsrisiko zu verringern und schwere Verläufe zu vermeiden“, so die Sprecherin. Für die Einmal-Dosis-Impfung mit „Janssen" würden die Daten auf eine robuste und langanhaltende Wirkung über einen Zeitraum von bisher gemessenen acht Monaten hin nachweisen – auch gegen Delta und andere Virus-Varianten.

Laut dem RKI ist ein „wahrscheinlicher Impfdurchbruch“ definiert als „SARS-CoV-2-Infektion mit klinischer Symptomatik, die bei einer vollständig geimpften Person mittels PCR oder Erregerisolierung diagnostiziert wurde“."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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