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RSV-Welle rollt durchs Land

Archivmeldung vom 11.12.2023

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.12.2023 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Bild: Benjamin Thorn / pixelio.de
Bild: Benjamin Thorn / pixelio.de

In der laufenden Erkältungssaison steigen die Infektionszahlen weiter rasant an. Deutschlandweit haben Millionen Menschen eine Atemwegserkrankung. Hinzu kommen jetzt auch in Sachsen-Anhalt mehr RSV-Infekte. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Dienstagausgabe). Laut Landesamt für Verbraucherschutz wurden in der Woche bis Anfang Dezember 68 neue Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus gemeldet. Insgesamt liegt die Zahl der Fälle bisher bei 270, seit Mitte November steigt sie sprunghaft an. Allerdings wird nicht flächendeckend getestet, so dass viele Erkrankungen unerkannt bleiben.

"Wir stehen am Anfang der Welle. Wie sie verlaufen wird, ist nicht absehbar", sagt Roland Achtzehn vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Detlef Wend, Kinderarzt in Halle, stellt ein höheres Aufkommen an Patienten mit RSV fest. "Das ist für diese Jahreszeit normal", sagt Detlef Wend, Kinderarzt in Halle. In seiner Praxis würden Abstriche genommen, wenn Patienten deutlich und länger krank erscheinen. "Besonders für die sehr kleinen Kinder ist eine Infektion sehr anstrengend. Es gibt aber keine Medikamente, man kann außer Inhalieren kaum etwas tun."

Laut aktuellem Wochenbericht zu akuten Atemwegserkrankungen hat das Robert Koch Institut den Beginn der RSV-Welle auf die Woche ab dem 20. November rückdatiert. Auch in Sachsen-Anhalt steigen seitdem die gemeldeten Infektionszahlen. Um die 60 waren es seitdem pro Woche. Zum Vergleich: Bei der Grippe wurden in der Woche bis Anfang Dezember 52 Infektionen gemeldet, bei Corona über 1.900. Die Kinder leiden bei einer RSV-Infektion meist unter Husten und Fieber. Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet. In schwereren Fällen haben sie unter anderem mit Lungenentzündungen zu tun oder müssen beatmet werden. Nochmal höher ist das Risiko für Frühchen oder Kinder mit Herzfehlern. Im vergangenen Herbst und Winter hatte es in vielen Ländern eine heftige RSV-Welle gegeben. Betroffen waren besonders Kinder, "die aufgrund der Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie zuvor keinen Kontakt zu dem Erreger hatten", so Achtzehn. Kliniken und Kinderarztpraxen waren zeitweise überlastet. Für diesen Winter hatten Experten aus Deutschland wieder eine normalere Welle erwartet.

Auch in den Kliniken im Land werden teilweise wieder mehr Kinder behandelt. "Wir haben viele RSV-Infektionen, sind aber nicht überlastet", Matthias Heiduk, Chefarzt der Kinder- und Jugendklinik am Klinikum Magdeburg. Die Schwere der Erkrankungen sei nicht so stark wie in der vergangenen Saison. Allerdings habe die diesjährige gerade erst begonnen. "Zur Zeit gibt es auch zahlreiche Coronainfektionen bei Säuglingen und Kindern, die wir stationär behandeln."

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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