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Folsäure für Groß und Klein

Archivmeldung vom 20.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

»Eine mangelhafte Versorgung mit Folsäure führt auch bei Erwachsenen zu ernsten gesundheitlichen Risiken.« Das sagte Professor Dr. med. Berthold Koletzko im Gespräch mit der Neuen Apotheken Illustrierten.

»Studiendaten legen nahe, dass eine schlechte Versorgung mit diesem Vitamin das Risiko für Krebserkrankungen erhöht und sich auch die geistige Leistungsfähigkeit im Alter nachteilig auswirkt«, erläutert der Leiter der Abteilung Stoffwechselstörungen, Molekulare Erkrankungen und Ernährung in der Dr. von Haunerschen Kinderklinik in München.

Jugendlichen und Erwachsenen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, täglich 0,4 Milligramm Nahrungsfolat zuzuführen, Schwangeren und Stillenden 0,6 Milligramm. Nahrungsfolat, auch Folat, bezeichnet alle Varianten der Folsäure, die natürlich in der Nahrung vorkommen. Es wirkt halb so stark wie Folsäure. »Tatsächlich nimmt die Bevölkerung im Mittel aber nur knapp über 0,2 Milligramm auf«, weiß Koletzko. »Eine höhere Zufuhr kann durch einen vermehrten Verzehr von grünem Gemüse und Obst erreicht werden.«

Dass bei Neugeborenen häufiger schwere Fehlbildungen wie ein offener Rücken auftreten, wenn die Mütter in der Frühschwangerschaft schlecht mit Folsäure versorgt waren, sei ebenfalls durch Studien belegt. »Deshalb wird heute Frauen mit  Kinderwunsch generell empfohlen, schon vor der Befruchtung regelmäßig mindestens 0,4 Milligramm Folsäure pro Tag einzunehmen«, erklärt der Experte.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte

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