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Medizin: Nikotin - Gift und Gutes?

Archivmeldung vom 25.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Manfred Schimmel / pixelio.de
Bild: Manfred Schimmel / pixelio.de

Dass Rauchen Krebs und viele andere Krankheiten verursacht, ist unstrittig. Gleichwohl, so berichtet das Magazin GEO in seiner April-Ausgabe, sind diese Nebenwirkungen fast nur auf Teer und andere Inhaltsstoffe der Zigaretten zurückzuführen; Nikotin an sich scheint dagegen auch segensreiche Eigenschaften zu haben; welche genau, wird in Deutschland und den USA in einer Studie mit Nikotinkaugummis und -pflastern überprüft.

Besonders interessant ist die schon vor Jahrzehnten entdeckte Korrelation zwischen Nikotingenuss und einem deutlich selteneren Auftreten von Morbus Parkinson. Die Schüttellähmung ist bei Nichtrauchern etwa dreimal häufiger anzutreffen. Trotzdem wurden diese Zahlen bislang weitgehend ignoriert. Da Parkinson nämlich meist im fortgeschrittenen Alter auftritt und Raucher oft relativ früh sterben, hätte theoretisch auch dies der Grund für die statistische Beziehung sein können. Inzwischen mehren sich aber Hinweise, dass Nikotin die Dopamin-Ausschüttung im Hirn anregt - der Mangel dieses Botenstoffs führt zu Parkinson-Symptomen. Auch kognitive Leistungen werden gefördert. Suchtgefahr besteht bei Nikotinkaugummis kaum, ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko gar nicht. Doch kann der Kreislauf durch die Substanz beeinträchtigt werden.

Quelle: Gruner+Jahr, GEO (ots)