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Patientenschützer: Ärzte sollten eigene Interessen nicht als Patienteninteressen ausgeben

Archivmeldung vom 27.05.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.05.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Bild: Martin Büdenbender / pixelio.de
Bild: Martin Büdenbender / pixelio.de

Patientenschützer warnen die Ärzte davor, ihre eigenen Interessen als Patienteninteressen auszugeben. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch: "Das eigene Hemd ist den Medizinern näher als der Rock des Patienten." Das sei legitim, aber durchschaubar.

Brysch begrüßte das von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) geplante Qualitätsinstitut für ambulante und stationäre Behandlung. Er fügte aber hinzu, dieses neue Qualitätsinstitut dürfe nicht zum Spielball von Bund, Ländern und der Gesundheitswirtschaft werden. Dann diene es lediglich einzelnen Lobbygruppen. Vielmehr müsse die neue geschaffene Einrichtung den Patienten dienen, forderte Brysch. Das seien in erster Linie ältere Menschen, chronisch Kranke und Sterbende. Daher sei es notwendig, dass sich das geplante Qualitätsinstitut nicht allein um die Arbeit in den Krankenhäusern kümmere, sondern ebenso um Standards in den Pflegeheimen.

Brysch äußerte sich vor dem 111. Deutschen Ärztetag, der an diesem Dienstag in Düsseldorf beginnt. Dort wird Gröhe unter anderem eine Rede zur Gesundheitspolitik halten.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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